BBL-Playoffs: In Hagen geht's für Ulmer um weiteren "Vier-Punkte-Sieg"

Kinder, Kinder, Kinder. Die Ulmer Basketballer konzentrieren sich auf die Playoffs. In Hagen am Sonntag (15 Uhr) gilt es einen weiteren wichtigen Sieg einzufahren. Da’Sean Butlers Nachwuchs lässt sich derweil Zeit.

HELEN WEIBLE |

Für Da’Sean Butler stehen momentan besonders aufregende Tage an. Seine Frau Megan erwartet ihr zweites Kind und auch deshalb konnte er unter der Woche spontan nicht mit in die Türkei reisen. Familie geht vor! Da der/die Kleine noch nicht so weit war, um das Licht der Welt zu erblicken, muss der bald zweifache Papa im Falle eines Falles wieder schnell nach Hause zu seiner Frau fahren können – und reist deshalb mit einem eigenen Auto nach Hagen zum wichtigen Bundesliga-Duell mit einem direkten Konkurrenten um die Playoffs.

Nach dem Motto „Wir werden das Kind schon schaukeln“ geht’s also in die Partie am Sonntag (Tipoff: 15Uhr), wobei dann spannend sein wird, ob der Anruf von Butlers Frau tatsächlich kommt, Trainer Thorsten Leibenath den Flügelspieler spontan doch nicht einsetzen kann und dadurch automatisch die übrigen sechs Amerikaner zum Zuge kommen. „Bestimmt ist Da’Sean gerade nervös, aber ich bin mir auch sicher, dass der Energien freisetzen wird“, sagt Leibenath. Übrigens gibt es auch bei Taylor Braun Entwarnung, der in Bandirma auf seine ohnehin empfindliche Rückseite gefallen war. „Nach dem Spiel sagte er mir, dass alles okay ist.“

Die Ulmer Basketballer benötigen auch für die Partie in der altehrwürdigen Ischelandhalle, in der sich die Donaustädter bislang immer schwer taten, ihre ganze Manpower. Denn es geht gegen eines der reboundstärksten Teams, das sich laut dem Ulmer Coach im Vergleich zur Vorsaison noch einmal verbessert hat. Auch wenn seine Mannschaft das Hinspiel gegen die Feuervögel mit 95:73 (47:43) ab dem zweiten Viertel dominiert hat, erwartet der Trainer jetzt ein noch eingespielteres Ensemble von Trainer Ingo Freyer. Vor allem die „Inside-Präsenz“, also den Druck, den die Phoenixe in der Zone ausüben, müssen die Ulmer Gäste unterbinden, gleichzeitig aber auch aufpassen, dass die treffsicheren Basketballer aus dem Ruhrgebiet nicht von Außen zu viele Dreier schießen.

Freyer geht hingegen davon aus, dass sein Team physische Nachteile gegen Ulm hat. „Zunächst einmal sind wir körperlich unter dem Strich klar unterlegen, zumindest auf den Positionen zwei bis vier. Ulm ist durch die Veränderungen im Kader deutlich stärker geworden und hat national einen Lauf.“

Auch Leibenath spricht davon, die kleine BBL-Serie von plus zwei Siegen auszubauen, eine körperliche Überlegenheit will der 40-Jährige allerdings nicht ausmachen. Die beiden US-Guards David Bell (1,88 m) und Brandon Jefferson (1,75 m) sind zwar keine großen Spieler, machen das aber ganz gut mit ihrer Athletik wett. Leibenath weiß natürlich, was er an Carlon Brown hat, der in Hagen noch einen Schritt nach vorne machen kann. Gegen Braunschweig gelang ein Vier-Punkte-Spiel, jetzt soll auch auswärts ein Big Point eingepackt werden. Nach dem Motto: „Wir werden das Kind schon schaukeln“.

Heimvorteil für Feuervögel

Klare Bilanz Die Gesamtbilanz der Begegnungen zwischen Phönix Hagen und Ratiopharm Ulm fällt zugunsten der Basketballer von der Donau aus (8:5). Aber in der Heimatstadt von Per Günther ist es noch nie so rund für das Leibenath-Team gelaufen: Von sechs Duellen hat Ulm nur zwei für sich entschieden, obwohl es in der BBL-Tabelle immer klar besser rangierte. Aktuell sind die beiden Tabellennachbarn.

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