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Liqui Moly bleibt an Bord

Heute müssen die Ulmer Bundesliga-Basketballer in Ludwigsburg antreten. Dabei sein wird Keaton Nankivil. Dessen Schulter tut jedoch weh, deshalb wurde ein Pro-B-Spieler aus Weißenhorn verpflichtet.

THOMAS GOTTHARDT | 0 Meinungen

Jetzt beginnt langsam die Zeit des Spagats nicht nur, aber eben auch beim Basketball-Bundesligisten Ratiopharm Ulm. Konzentration auf die aktuelle Runde und die drei Hochzeiten, auf denen der Vizemeister noch tanzt. Aber auch die Planung der näheren und mittelfristigen Zukunft geht in eine konkrete Phase. Und in diesem Bereich hat einiges die Entscheidungsreife erlangt.

Nachdem vor wenigen Tagen die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm ihr Engagement beim Eurocup-Viertelfinalisten verlängert hatten, zog gestern ein weiterer Sponsor nach. Das Ulmer Traditionsunternehmen Liqui Moly bleibt für ein weiters Jahr auf dem Trikot der Basketballer. "Uns steht das Engagement im Basketball nicht nur gut zu Gesicht, sondern es hat auch einen direkt messbaren Nutzen", sagte Liqui-Moly-Chef Ernst Prost. Dabei sind nicht nur die durch den sportlichen Erfolg gesteigerten Medienwerte relevant, sondern auch die Möglichkeit, Partner und Gäste zu den Heim- und Auswärtsspielen einzuladen. Der Spezialist für Motorenöle, Additive und Autopflege hat sein Engagement noch einmal erhöht. Über weitere Vertragsinhalte wollten beide Parteien nichts sagen.

Auch in personeller Hinsicht hat es weitere Ergänzungen gegeben. Am letzten Tag der Wechselfrist (28. Februar) wurde Flügelspieler Myles Hesson (Position drei und vier) vom Kooperationspartner Weißenhorn (Pro B) bis Saisonende unter Vertrag genommen. Das wurde notwendig, weil Keaton Nankivil seit geraumer Zeit über Schmerzen in der linken Schulter klagt. Die medizinische Abteilung gibt für einen weiteren Einsatz zwar grünes Licht, kann aber nicht vorhersehen, ob Nankivil die Saison wird beenden können.

Der 22-jährige Hesson hat sich durch seine Leistungen in Weißenhorn empfohlen. Der Spieler des Monats Januar legt im Schnitt 19,7 Punkte und 10,3 Rebounds auf. Zuletzt gelangen ihm in Lich sogar 31 Punkte und 15 Rebounds. Ein weitere Vorteil von Hesson: Er kennt die Spielsysteme des Bundesligisten. "Wir haben jedes Jahr einen Stand-by-Spieler, jetzt haben wir wieder einen, der aber aus der Nähe kommt", sagte Manager Thomas Stoll. Nationalspieler Daniel Theis soll als Doppellizenzspieler im weiteren Verlauf der Youngstars-Saison wieder vermehrt in der Pro B zum Einsatz kommen. Die Weißenhorner haben sich bereits für die Play-offs qualifiziert.

Abstellungsprobleme werde es dabei nicht geben, sagte Stoll. "Klar ist, dass die Bundesliga Priorität genießt. So ist das eben bei einem Farmteam", erklärte der Manager. Welcher Spieler wann wo spiele, werde immer aktuell und individuell entschieden und mit allen Verantwortlichen besprochen, schilderte Stoll das Prozedere.

Und noch einen Neuen gibt es für den Bundesliga-Kader, der im Regelfall aber bei der Ratiopharm Akademie in der Nachwuchsbundesliga und in der Pro B spielen soll: Jugendnationalspieler Joschka Ferner, kürzlich aus Nördlingen verpflichtet, hat die Spielberechtigung für die BBL bekommen. "Da er noch zur Schule geht, wird er höchstens in den Ferien bei uns trainieren können", sagte Trainer Thorsten Leibenath. Wenn es personell eng werde, könne Ferner aber auch mal in den Zwölfer-Kader für die Bundesliga rutschen, sagte der Coach.

Heute wird dann erstmal wieder gespielt. Die Ulmer fahren zu den Neckar Riesen Ludwigsburg mit dem gebürtigen Ulmer und Nationalspieler Lucca Staiger (19.30 Uhr) in ihren Reihen. Für beide Teams geht es um wichtige Punkte. Die Gäste wollen oben dranbleiben, die "Riesen" wollen sich etwas vom 17. Tabellenplatz lösen.

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