Basketball: Ulm gewinnt gegen Braunschweig 76:67

Die Basketballer von Ratiopharm Ulm haben ihr Heimspiel gegen die Löwen Braunschweig am Samstagabend 76:67 gewonnen - dank starken vier Minuten in der Schlussphase.

HELEN WEIBLE | 1 Meinung

Als der Ulmer Flügelspieler Taylor Braun und sein Spielmacherkollege Pierria Henry gemeinsam in der vollbesetzten Ratiopharm-Arena wirbelten, bebte die Halle wie schon lange nicht mehr. Die Menge tobte und heizte die Basketballer von Ratiopharm Ulm zusätzlich an, die innerhalb des letzten Viertels – vor allem in den letzten vier Minuten – ein sonst von Braunschweig dominiertes Spiel mit 76:67 für sich entschieden. Mit diesem elften Saisonsieg in der Bundesliga stachen die Ulmer mit den Löwen einen direkten Konkurrenten im Kampf um einen Playoff-Platz aus.

Trotz einer miesen Dreierquote von nur 14 Prozent (3 von 21 Versuchen) sicherte sich die Mannschaft von Thorsten Leibenath, die noch am Mittwoch im Eurocup eine Niederlage kassiert hatte und dabei im letzten Viertel eingebrochen war, gerade durch eine starke Schlussphase den Sieg. Einen großen Anteil an dieser finalen Energieleistung hatten Pierria Henry, der unter der Woche noch wegen einer Trainingsverletzung fehlte und auch Taylor Braun. Die beiden legten durch ihre unglaubliche Präsenz im Angriff und der Verteidigung den Grundstein zum Erfolg.

Zunächst aber zeigten am Samstagabend die Niedersachsen, dass sie zu den besten Acht der BBL gehören wollen und gaben den Ton an. Angesichts eines Fehlstarts und eines 2:9 nach zweieinhalb Minuten musste Leibenath bereits die erste Auszeit nehmen. Während der Löwen-Coach Raoul Korner ein sich schnelles zupassendes und engagiertes Team sah, wirkten Leibenaths Mannen zunächst zu passiv. Wenigstens Centerspieler Raymar Morgan sorgte dafür, dass die Hausherren punktemäßig dranblieben. Beim 15:18 traf Per Günther seinen ersten Dreier. Alle drei Ulmer Distanzwürfe sollten schlussendlich dem Kapitän gelingen. Seine Teamkollegen hatten sonst reichlich Wurfpech. Aber aus dem Zweierbereich fielen immerhin die Körbe und Henry glich noch vor der ersten Viertelpause zum 21:21 aus. Der zweite Spielabschnitt lief aus Ulmer Sicht dann nicht deutlich besser. Der bullige Löwen-Center Kenneth Frease stand etwa beim 26:22 für Braunschweig völlig frei und unbedrängt unter dem Korb. Einer von vielen Fehlern, die in diesem zerfahrenen Viertel passierten. Über ein 26:26 und ein 30:30 konnte sich keine Mannschaft absetzen und den Zuschauern wurden selten schöne Spielzüge geboten. Außer vielleicht die raffiniert zugestellte Passvorlage von Doppellizenzler Joschka Ferner zu Morgan, der sich zum 33:31 „bedunkte“. Der reboundstarke Frease schoss sein Team schließlich von der Freiwurflinie zu einer knappen 37:35-Gästeführung.

Nach der Pause folgte erst eine zähe Angriffserie beider Mannschaften, die nicht zu Korberfolgen führte. Beispielsweise versemmelte Sid-Marlon Theis, der Bruder des Nationalspielers und ehemaligen Ulmers Daniel Theis, einen einfachen Korbleger – auf der anderen Seite suchte Flügelspieler Augustine Rubit verzweifelt nach einer Anspielstation. Danach legten jeweils wieder die Gäste vor und die Ulmer glichen prompt aus (37:37, 39:39, 41:41). Die Löwen profitierten dann von ihrem flinken und cleveren US-Guard Keaton Grant, der im Alleingang für Zählbares sorgte. Mit einem Zwölf-Punkte-Spiel von 41:45 zum 50:55 (30. Minute) ließ Grant die Gastgeber zwischenzeitlich alt aussehen. Entmutigen ließen sich die Ulmer aber von dieser Einzelleistung Grants nicht und starteten ihre beherzte Schlussoffensive. Auch wenn Henry zunächst nur einen seiner Freiwürfe verwandelte – und damit war er am Samstagabend nicht alleine –, bestach er in den letzten zehn Minuten durch einen unbändigen Einsatzwillen in der Verteidigung. Schließlich passte der Ulmer Spielmacher zu Braun, der durch seinen Korb nach einem Schnellangriff die entscheidende 65:64-Führung markierte (37.). Von da an drehte sich das Spiel vollkommen. Es gab nur noch die Ulmer Basketballer, die Punkt um Punkt den am Ende verdienten Triumph perfekt machten.



 

1 Kommentar

24.01.2016 08:39 Uhr

Marlos Theis

Werte Frau Weible, auch Sportjournalisten sollten recherchieren: Marlon Theis ist NICHT der Bruder von Daniel Theis. Wikipedia hilft zur Not - man muss sich nur die Mühe machen.
Über die Qualität des ein oder anderen Journalisten/Journalistin wurde in der gestrigen PK von den beiden Coaches viel Richtiges gesagt. Vielleicht mal zu Herzen nehmen

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