Zivilklage gegen Hess

Klage gegen Christoph Hess und Peter Ziegler und weitere Ex-Manager Anklage wegen Bilanzfälschung, Untreue, Betrug und Kreditbetrug.

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Nachdem die Staatsanwaltschaft Mannheim gegen Christoph Hess und Peter Ziegler, die beiden Ex-Vorstände des Leuchtenherstellers Hess aus Villingen-Schwenningen im Schwarzwald, und weitere Ex-Manager Anklage wegen Bilanzfälschung, Untreue, Betrug und Kreditbetrug erhoben hat, will die Frankfurter Rechtsanwaltskanzlei Nieding und Barth jetzt auch Zivilklage gegen die beiden Ex-Manager und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft einreichen.

"Spätestens jetzt dürfte die bislang geäußerte Auffassung der Vorstände und der Wirtschaftsprüfer, die Bilanzen seien in Ordnung, eher einem Wunschdenken entsprechen als der Realität", sagte Rechtsanwalt Klaus Nieding am Dienstag. Seine Kanzlei vertrete eine große Zahl von geschädigten Anlegern. Nieding zufolge herrscht durch die Erhebung der Anklage jetzt annähernd Gewissheit, dass an den Bilanzen der Hess AG gedreht worden war. Nachdem die Vorstände und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bislang außergerichtlich jede Verantwortung für die fehlerhaften Bilanzen abgelehnt hätten, "dürfte es für diese auch zivilrechtlich nunmehr eng werden", sagt Nieding.

Der eigentlich renommierte Leuchtenhersteller war vor rund drei Jahren an die Börse gegangen. Drei Monate später wurden die mutmaßlichen Bilanzmanipulationen bekannt, kurz danach war Hess pleite, die Hälfte der 400 Mitarbeiter verlor ihren Arbeitsplatz, Tausende von Anlegern viel Geld. Bei Insolvenzverwalter Volker Grub sind Forderungen von mehr als 100 Mio.EUR angemeldet. Angeblich summieren sich die Außenstände auf mindestens 140 Mio. EUR.

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