ZAHLEN & FAKTEN

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Weichenstellung für LBBW

Nach dem Sparkassenverband hat auch das Land die nötige Weichenstellung für mehr Krisensicherheit bei Deutschlands größter Landesbank LBBW abgesegnet. Der zuständige Ausschuss des Landtages stimmte gestern einstimmig zu, die "Stillen Einlagen" in dem Geldhaus zu so genanntem harten Kernkapital zu machen. Das teilte das Parlament mit. Die Sparkassen als größter LBBW-Eigner hatten schon im Oktober grünes Licht dafür gegeben. Die Stadt Stuttgart als Dritter im Bunde fehlt noch. Dort ist das Thema Zündstoff, da der Landeshauptstadt im Zuge des Umbaus bis zu 80 Mio. EUR Zinsverlust und schwindende Mitbestimmung drohen.

Yahoo leckt die Wunden

Yahoo blutet für seinen gescheiterten Versuch, im südkoreanischen Internetgeschäft Fuß zu fassen. Die Endabrechnung lautet auf mindestens 94 Mio. Dollar. Dabei gehen 87 Mio. Dollar für Abschreibungen drauf, 5 Mio. Dollar für Abfindungen und 2 Mio. Dollar für die vorzeitige Auflösung von Mietverträgen. Yahoo warnte aber, dass weitere Belastungen für Vertragsauflösungen hinzukommen könnten. Der Konzern hatte im Oktober angekündigt, sich nach 15 Jahren aus Südkorea zurückzuziehen. Die lokale Konkurrenz war zu groß.

Allianz bestätigt Prognose

Europas größter Versicherer Allianz hat seine kürzlich erhöhte Gewinnprognose trotz der Milliardenschäden des US-Hurrikans "Sandy" bekräftigt. Die Belastung der Allianz sei überschaubar, weil ab einer bestimmten Obergrenze Rückversicherungen die weiteren Leistungen übernehmen. Der Versicherer hat seinen Umsatz und Gewinn auch im dritten Quartal deutlich gesteigert. Deshalb hat die Allianz bereits Ende Oktober ein operatives Jahresergebnis von mehr als 9 Mrd. EUR in Aussicht gestellt.

Douglas stützt Advent

Der Handelskonzern Douglas empfiehlt seinen Aktionären die Annahme des Übernahmeangebots des US-Investors Advent, das noch bis zum 4. Dezember läuft. Vorstand und Aufsichtsrat seien überzeugt, dass der unternehmerische Ansatz von Advent die Positionierung und Ausrichtung der Douglas-Gruppe unterstreiche, teilte Douglas mit. Dazu gehöre die Fokussierung auf die Kernbereiche Parfüm und Schmuck und die Absicht, die Restrukturierung der Buchtochter Thalia konsequent fortzusetzen. Auch Mode und Süßwaren wolle Advent weiterentwickeln. Advent bietet 38 EUR je Aktie, einen Preis, den Douglas für angemessen hält. Die Gründerfamilie Kreke, Großaktionär Oetker und der Drogerieunternehmer Müller haben bereits zugesichert, ihre Aktienpakete zu diesem Preis zu verkaufen.

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