Wirtschafts-Notizen vom 8. April 2014

In den Wirtschafts-Notizen vom 8. April 2014 geht es um Kritik an Mobilgebühren, fragliche Kraftwerksbauten, Jobabbau in Remchingen, eine Reform der Vatikanbank und die deutsche Industrie.

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Papst Franziskus will die skandalgeschüttelte Vatikanbank nun doch nicht auflösen.  Foto: 

Kritik an Mobilgebühren
Die EU-Kommission hat die Bundesnetzagentur aufgefordert, ihre Gebührenpläne für den neuen Mobilfunkanbieter Sipgate zu ändern. Die an Sipgate zu zahlenden Entgelte sind laut EU-Kommission um mehr als 80 Prozent höher als in den meisten anderen europäischen Ländern. Diese Kosten würden sich letztlich in den Preisen niederschlagen, die die Kunden zahlen müssen.

Kraftwerksbauten fraglich
Aus Mangel an verlässlichen Einnahmegarantien werden viele Kraftwerksprojekte in Deutschland überprüft. 43 Prozent aller geplanten Kraftwerksneubauten würden inzwischen in Frage gestellt, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft mit. Dies betrifft 32 der 74 bis ins Jahr 2020 geplanten Anlagen.

Jobabbau in Remchingen
In Remchingen (Enzkreis) verlieren rund 170 Mitarbeiter des US-Konzerns Johnson Controls ihre Jobs. Der Standort wird laut IG Metall zum 30. August geschlossen. Der Konzern (170.000 Mitarbeiter) begründet den Schritt mit dem Verkauf der Elektroniksparte an den Autozulieferer Visteon. Visteon sei nicht bereit, die Fertigung in Remchingen zu übernehmen.

Reform der Vatikanbank
Papst Franziskus hat den Bestand der Vatikanbank IOR in ihrer bisherigen Form zugesichert. Er stimmte zudem entsprechenden Reformvorschlägen der für das IOR und die Vatikanfinanzen zuständigen Kommissionen zu. Der vatikanische "Finanzminister", der australische Kardinal George Pell, sprach sich für eine Anpassung der Finanzgesetzgebung des Heiligen Stuhls und des Staates der Vatikanstadt an internationale Standards aus. Papst Franziskus hatte zu Beginn seiner Amtszeit die Existenz der Vatikanbank unter dem Eindruck von Skandalen infrage gestellt.

Industrie legt zu
Die deutsche Industrie bleibt in Schwung. Die Gesamtproduktion stieg im Februar bereinigt um 0,4 Prozent zum Vormonat, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Zuwachs um 0,3 Prozent gerechnet.

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