Warum man mit Energiesparlampen vorsichtig umgehen muss

Energiesparlampen schonen das Klima, weil sie viel weniger Strom verbrauchen als die alten Glühbirnen. Doch wenn sie zerbrechen, ist Vorsicht angesagt – vor allem, wenn sie Quecksilber enthalten.

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Die modernen Glühlampen sind gut für die Umwelt, weil sie Energie sparen, aber schwierig zum Entsorgen.  Foto: 

Energiesparlampen sind eine gute Sache, finden Umweltverbände. Wenn sie kaputt gehen, kann allerdings Quecksilber austreten. Und das ist für Menschen giftig. Deshalb will die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erreichen, dass die Hersteller in ihren Lampen nur so viel Quecksilber verwenden wie nötig. Der Bundesgerichtshof hat nun entschieden, dass Energiesparlampen nicht verkauft werden dürfen, wenn sie zu viel Quecksilber enthalten. Im Folgenden Fragen und Antworten zu den wichtigsten Risiken:

Was sind die Vorteile? Durch den niedrigen Stromverbrauch und die lange Lebensdauer tragen sie zum Klimaschutz bei.

Welche Risiken gibt es bei den Lampen? Energiesparlampen müssen Quecksilber enthalten, sonst leuchten sie nicht. Quecksilber ist ein Schwermetall, das in der Natur vorkommt – aber für Menschen giftig ist. Im Normalbetrieb geht von den Lampen keine Gefahr aus. Nur wenn sie zu Bruch gehen und Quecksilber austritt, muss man aufpassen. Das Bundesumweltamt rät bei Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern zur Vorsicht.

Was kann man tun? Zerbricht die Lampe in der Wohnung, sollte man  den Raum gut lüften. Anschließend sollten die Scherben aufgesammelt oder vorsichtig mit einem Blatt Papier zusammengekehrt werden. In einem geschlossenen Behälter sollen die Scherben zum Wertstoffhof gebracht werden. Auf keinen Fall sollte man aber den Staubsauger benutzen.

Wie entsorgt man Lampen, die nicht mehr funktionieren?  Jedemfalls sollte man sie nicht im Hausmüll entsorgen. Man kann sie bei einer Sammelstelle in einem Geschäft abgeben, etwa in Drogeriemärkten oder auch in großen Elektrofachmärkten. Wichtig ist, dass diese Sammelbehälter so gestaltet sind, dass die Lampe nicht zerbricht, wenn man sie in den Behälter wirft. Sonst würde sich das Quecksilber im Laden ausbreiten.

Ist das Quecksilber-Problem bei allen Energiesparlampen gleich? Nein. Das hängt davon ab, wie viel Quecksilber eine Lampe enthält und und welche Technologie der Hersteller verwendet. Der Grenzwert für Quecksilber pro Lampe liegt seit 2013 bei 2,5 mg pro Lampe. Allerdings hat die DUH  Energiesparlampen entdeckt, bei denen dieser Grenzwert überschritten wurde.

Das passiert laut Umwelthilfe vor allem bei Lampen, die mit der Flüssig-Dosiertechnik hergestellt werden. Dabei wird das Quecksilber in kleinen Tröpfchen in die Lampe gegeben. Das sei billiger als modernere Methoden wie die Quecksilber-Dosierpillen oder die Amalgamtechnik, sagt DUH-Experte Thomas Fischer. Bei der Tröpfchen-Technik komme es leicht zur Überdosierung.

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Kommentare

08.10.2016 18:12 Uhr

Aber

Ökologisch ist die Leuchtstofflampe eine Katastrophe. Quecksilberdampf ist zwingend notwendig, dass das Ding leuchtet.
Die einzig richtige Energiesparlampe ist die LED.
Allerdings sollte man die nur übergangsweise an 230 V betreiben. Die oft genannte Lebensdauer von mehreren zehntausend Stunden erreichen LED an 230 V i.d.R. nicht, weil Gleichrichter und Kondensator in der Lampe diese Zeitspanne nicht überleben. Wenn 230 V, dann einen europäischen Hersteller wählen und keinen China-Schrott.

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03.10.2016 09:13 Uhr

Antwort auf „Es war einmal”

genau so ist es , wie sie schreiben. VG

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03.10.2016 09:13 Uhr

Wenn man die Gesamtheit

der "Energiesparlampe" betrachtet, gehört auch die Herstellung und Entsorgung dazu. Genau, LED- LCD Lampen sind besser. Ich hatte Energiesparlampen, die schnell defekt waren. Die alte Glühlampe, ein Glühender Metallfaden und Glas, kein Gift -nix und Wärme auch noch dazu. SO schlecht war das gar nicht.

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24.09.2016 07:04 Uhr

Es war einmal

heute gibt es längst LED Lampen,die in allen Bereichen viel besser sind ,das scheint sich noch nicht herum gesprochen zu haben.

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