Voith Paper streicht 700 Stellen

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Der Aufschwung von Internet und iPad beschert Voith Paper drastische Einbrüche: Im Bereich grafische Papiere brachen 80 Prozent des Geschäfts weg, Voith Paper will nun 700 seiner rund 2700 Stellen in Deutschland streichen.

"Der Markt veränderte sich schneller als wir es erwarteten", sagt Andreas Endters, Geschäftsführer von Voith Paper Heidenheim: Während die Druckauflagen von Zeitungen, Magazinen oder Katalogen hierzulande deutlich sinken, seien neue Märkte wie China sofort ins Internet gewechselt, ohne überhaupt einen europäischen Papierverbrauch zu entwickeln.

Zwar seien die weltweit rund 10 000 Voith-Paper-Mitarbeiter in Geschäftsfeldern wie Hygiene- oder Verpackungspapieren gut beschäftigt, doch gerade der Markt für Maschinen für grafische Papiere sei unumkehrbar eingebrochen: "Im Moment haben wir kein einziges Projekt", sagt Endters.

Voith will in Deutschland und Europa bis September 2013 rund 710 Stellen abbauen. Heftig trifft es Ravensburg, wo jede zweite der rund 600 Stellen gestrichen wird. Am Stammsitz Heidenheim will Voith 280 der derzeit 1600 Stellen im Papiersegment streichen, gekürzt wird auch in Krefeld (54 von rund 480 Stellen) und im österreichischen St. Pölten (71 Stellen). Zudem will das Unternehmen seine Aktivitäten besser bündeln.

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