Violin Assets: Geigen als Anlagekonzept

Wertvolle Streichinstrumente weisen außergwöhnliche Kursentwicklungen auf. Violin Assets bietet neuartige Anlagemöglichkeiten.

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Für Christian Reister war es ein mit Risiken behafteter Schritt. Schließlich hatte er einen guten und sicheren Job als Berater bei Metzler Asset Management, einer Tochter des Bankhauses Metzler. Insgesamt mehr als 20 Jahre hat sich der 44-Jährige bis Ende 2013 mit der Geldanlage für vermögende Kunden befasst. Dann wagte er sich in die Selbstständigkeit, zusammen mit dem zehn Jahre älteren Jost Thöne. Die beiden gründeten Violin Assets und schufen mit der Geldanlage in Violinen, Geigen, Bratschen und Celli eine neue Anlageklasse.

Reisters Augen leuchten, wenn er von Violin Assets erzählt, von der Entstehungsgeschichte und vom Erfolg des Zwei-Mann-Unternehmens, das zwei Jahre nach der Gründung Anfang 2014 längst schwarze Zahlen schreibt. Natürlich kommt dem Unternehmen die Niedrigzinsphase entgegen, aber auch die Suche vermögender Kunden nach neuen Anlagemöglichkeiten.

Reister und Thöne ergänzen sich ideal: Der eine ist erfahrener Anlage-Experte mit einem dichten Netzwerk in der Finanzszene und unter Vermögenden im deutschsprachigen Raum, der andere studierter Musiker mit Hauptfach Viola, und gilt als einer der weltweit profundesten Kenner hochwertiger Streichinstrumenten.

Sechs Monate nach der Gründung Anfang des Jahres 2014 wurde die erste Stradivari an einen deutschen Unternehmer vermittelt. Es war gleich ein großer Deal: 4 Mio. € gingen über den Tisch. Thöne hatte das Instrument aufgestöbert. Ohne dass Reister ein Wort über die Provision für Violin Assets verliert, räumt er ein, dass mit dem ersten Geschäft schon nach sechs Monaten die Investition in Violin Assets wieder drin war.

Das Unternehmen hat seinen Sitz in Frankfurt und auf Schloss Bedburg bei Köln, Thöne hat sich in Lenzkirch-Saig im Schwarzwald niedergelassen. Von dort sucht er nach Instrumenten und kümmert sich als Verleger um seine weltweit einmalige Enzyklopädie der noch vorhandenen Stradivaris. Zwar präsentiert sich Violin Assets  im Internet. Viel wichtiger ist aber der Ausstellungsraum im Ambiente von Schloss Bedburg. Dort werden die mit Hilfe externer Experten und erfahrener Geigenbauern auf Herkunft, Echtheit, Zustand und Qualität geprüften Instrumente präsentiert. Dort können sich Kunden, nach Angaben von Reister meist Musik-Laien, vom Klang der Geigen überzeugen. Werbung macht Violin Assets nicht. Es ist auch nicht notwendig: In einschlägigen Kreisen hat sich die Anlageidee längst rumgesprochen.

Als erfahrener Anlageberater ist Reister klar, dass das Investment in ein Streichinstrument nur eine Beimischung im Depot sein kann, auch für Stiftungen oder Familienvermögen. „Und das im Idealfall für mindestens zehn Jahre. Es ist eine werthaltige Geldanlage. Mit Blick auf die vergangenen 100 Jahre weist die für den Markt wichtige Fuchs-Taxe einen Wertzuwachs von 5 bis 8 Prozent pro Jahr aus“.

Wie viel muss ein Kunde mindestens anlegen? „Es müssen nicht 100 000 € oder gar 4 Mio. € sein“, sagt Reister. „Für 25 000 bis 30 000 € sind die hochwertigsten zeitgenössischen Instrumente für Anleger sehr interessant.“

 Violin Assets verknüpft die Wertanlage auch mit dem Musikmarkt. „Künstler können sich die teuren Instrumente in der Regel nicht leisten“, sagt Reister. Die Käufer der Violinen sind bisher alle, wie er stolz berichtet, zu Mäzenen geworden. Sie stellen Künstlern das Instrument kostenfrei zur Verfügung. „Für Unternehmer kann das auch ein Teil von werbewirksamer Kulturförderung sein“, ergänzt Reister.

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