Aktuelles zum Fipronil-Skandal: EU will Warnsystem verbessern

Unter anderem aus den Niederlanden sind mit einem Insektizid vergiftete Eier in den deutschen Handel gelangt. Die EU will das Warnsystem verbessern. Alles, was Sie über den Skandal wissen müssen.

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Millionen von vergifteten Eiern sind in deutschen Supermärkten gelandet: Fragen und Antworten zum Eier-Skandal.  Foto: 

Was ist das für ein Skandal?
Millionen von vergifteten Eiern sind in den deutschen Lebensmittelhandel gelangt. Laut eines Zeitungsberichtes vom 16. August sind es sogar mehr, als bisher angenommen: allein nach Niedersachsen sollen rund 28,1 Millionen Stück gelangt sein. Bisher ist das Bundeslandwirtschatsministerium von etwa 10,7 Millionen Stück ausgegangen. Die Eier sind mit einem Insektenvernichtungsmittel namens „Fipronil“ belastet, dass auch als Bienentöter gilt. Zudem sind erstmals auch auf einem Hof im Südwesten mit dem Gift belastete Eier aufgetaucht, wie am Freitag, den 18. August, bekannt wurde. Auch in vielen anderen EU-Ländern tauchten die vergifteten Eier schließlich auf. Und auch im Ausland waren Länder betroffen, sogar Hongkong war schließlich in den Skandal verwickelt. Für die Lebensmittelbranche, Käufer von belasteten Eiern, den Herstellern und Händlern des Vernichtungsmittels, die Behörden und nicht zuletzt für die Hühner hat der Skandal Konsequenzen.

In Reaktion auf den mittlerweile globalen Eier-Skandal will die EU nun das aktuelle Schnellwarnsystem optimieren. Das beschlossen die EU-Agrarminister in einer Beratung am 5. September: Der Informationsaustausch zwischen unterschiedlichen Systemen müsse verbessert werden, hieß es.

Sind belastete Eier noch im Umlauf?
Gänzlich ausschließen lässt sich das leider nicht. Fast jedes Ei in deutschen Supermärkten kommt zwar aus einem KAT-Betrieb. Und der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen, kurz KAT, dem europaweit 2200 Legehennenbetriebe angehören, hat Entwarnung gegeben: „Das Ventil ist zu. Es gelangen keine belasteten Eier mehr frisch in den Handel“, hieß es vom KAT-Vorsitzenden Friedrich-Otto Ripke gegenüber Medienvertretern. Verbraucher könnten wieder unbesorgt Schaleneier deutscher Betriebe kaufen. Ein vergleichbares Statement von Ripke veröffentlichte der KAT-Verein in einer Pressemitteilung am 7. August auf seiner Website. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) sagte allerdings in einem Fernsehinterview am selben Tag: „Ich kann keine komplette Entwarnung geben. Eine solche Situation ist erst dann klar, wenn wir wirklich ins letzte Eck geschaut haben.“ Die Situation sei aber „ziemlich gut im Griff“.

Laut Deutscher Presseagentur sind inzwischen 26 von 28 EU-Ländern von dem Skandal betroffen, außerdem noch 19 Nicht-EU-Länder. Nur Litauen und Kroatien sollen bisher nicht betroffen sein Wer urlaubt und ganz sicher gehen will, sollte sich vor Ort informieren - oder Eier gänzlich meiden.

Gibt es noch Eier zu kaufen?
Die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd haben nach einem kompletten Verkaufsstopp wegen des „Fipronil“-Skandals inzwischen wieder Eier im Angebot: Aktuell könne es wegen der Überprüfungen auf „Fipronil“ in Einzelfällen zwar noch Engpässe geben, teilte Aldi Süd mit. „Zum größten Teil sind jedoch in unseren Filialen wieder wie gewohnt Eier verfügbar“, hieß es zuletzt. Auch in den Filialen von Aldi Nord gäbe es – von Einzelfällen abgesehen – wieder frische Eier, wie eine Sprecherin in der 32. Kalenderwoche auf Medienanfrage sagte.
Aldi Nord und Süd hatten Tage zuvor, am Freitag, dem 4. August, bekannt gemacht, alle Eier aus dem Sortiment zu nehmen. Der Konzern wollte Nachweise dahingehend abwarten, dass sie nicht mit dem Insektizid „Fipronil“ belastet sind. Andere Supermärkte, darunter Lidl und Rewe, nahmen Eier nicht komplett, sondern die entsprechenden Chargen von belasteten Höfen aus dem Verkauf.

Was ist mit Eiern aus der Region?
Wer will, kann sich Eier direkt von einem Hof im Land kaufen. Bislang war die Gefahr vergleichsweise gering. Mit Fipronil belastete Eier sind nun allerdings erstmals in einem baden-württembergischen Betrieb entdeckt worden. So teilte das Ministerium für ländlichen Raum am 18. August in Stuttgart mit, das Pestizid sei in zwei Proben aus einem Unternehmen im Hohenlohekreis nachgewiesen worden. Eine Gesundheitsgefahr bestehe jedoch nicht. Noch sei aber unklar, wie das Mittel in den Stall des Betriebes und damit in die Eier gelangen konnte. Denn das Reinigungsmittel, das als Ursache des Skandals gilt, wurde nach Angaben des Betreibers auf dem Hof nicht verwendet. Der entsprechende Betrieb wurde von den Behörden gesperrt, die Eier des Betriebs aus dem Handel zurückgerufen.

Ich dachte, Eier aus der Region seien eine gute Alternative?
Zuletzt hatte das Ministerium am Freitag, den 11. August mitgeteilt, dass in Baden-Württemberg bislang keine heimischen Eier mit einer Belastung des Insektizids aufgetaucht sind. „Für die Verbraucher, aber auch für die heimische Landwirtschaft ist das eine sehr gute Nachricht“, hatte der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) gegenüber Medienvertretern bereits zuvor, anlässlich erster negativer Testergebnisse, gesagt. Inzwischen fordert der Minister aber Aufklärung: „Jetzt brauchen wir schnellstens Klarheit, wie es in diesem Fall zu einer Verunreinigung kam“, sagte Hauk angesichts der Gift-Funde in Eiern vom Hof im Hohenlohekreis.

Wieso sind die Eier vergiftet?
Die Eier sind vergiftet, weil unzählige Hühnerhöfe offenbar mit dem Insektenvernichtungsmittel „Fipronil“ gearbeitet haben. Soweit bekannt, wurde es illegal einem Milbenbekämpfungsmittel namens DEGA 16 beigemischt. Die betroffenen Betriebe sollen ihre Ställe damit gereinigt haben. Insgesamt sollen über 100 Betriebe das Mittel verwendet haben. Die Anwendung von „Fipronil“ ist jedoch in der EU in Betrieben, die Lebensmittel erzeugen, verboten. Wie genau das Gift letztlich in die Eier gekommen ist, ist noch unklar. Denkbar ist, das Rückstände im Stall das Hühnerfutter verseucht haben.

Woher kommen die vergifteten Eier?
Sie kommen hauptsächlich aus den Niederlanden. Dort sind über einhundert Eier-Höfe inzwischen gesperrt. Betroffen sind, soweit dies bekannt ist, aber auch ein belgischer Betrieb und - mit dem Hof in der Region - sechs Höfe in Deutschland. Ein niedersächsischer Betrieb zum Beispiel erstattete Selbstanzeige, nachdem der Skandal bekannt wurde. Auch dort wurde mit dem Reinigungsmittel gearbeitet, dem das Insektizid beigemischt worden sein soll. Anders als bei dem Betrieb im Land: Eier des Hofes aus dem Hohenlohekreis wurden zwar positiv auf „Fipronil“ getestet. Das mit dem Gift versetzte Reinigungsmittel wurde jedoch angeblich nicht verwendet.

Wie erkenne ich die giftigen Eier?
Woher ein Ei genau kommt, lässt sich leicht an der aufgedruckten Nummer erkennen. Die ist in allen EU-Ländern Vorschrift. Die Ziffern zeigen Haltungsform, Herkunftsland, Bundesland, Betriebsnummer und Stallnummer an. Ein Ei mit der Nummer 0-DE-05-0008-1 kommt etwa aus ökologischer Erzeugung in Nordrhein-Westfalen. Alle Infos zu Haltungsform, Herkunftsland und Bundesland stehen im Web beim Landwirtschaftsministerium. Aus welchem Stall in welchem Betrieb genau ein Ei kommt, ist für Verbraucher aber nur andernorts festzustellen: Der KAT-Verbietet dazu eine Datenbank an, in der die Ei-Nummern eingegeben werden können: Sie steht auf der Website was-steht-auf-dem-ei.de. Dort können zu vielen Ei-Nummern auch Betriebs- und Stallnummer abgefragt werden. Welche Nummern auf giftige Eier hindeuten, veröffentlicht unter anderem das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Explizit für den Süden warnt mit einer Auswahl an Nummern das Bayerische Landesamt für Lebensmittelsicherheit.

Wie lauten die Nummern der belasteten Eier?
Im Verlaufes des Skandals wurden immer wieder weitere Nummern veröffentlicht. Deshalb besteht bei folgender Liste kein Anspruch auf Vollständigkeit. Die meisten Nummern von belasteten Chargen sollten jedoch mittlerweile bekannt sein.
Mit „Fipronil“ belastete Eier, die den erlaubten Grenzwert von 0,5 mg überschreiten, sind an folgenden Nummern erkenntlich: 0-NL-4310001, 0-NL-4352602,1-NL-4167902, 1-NL-4359801,1-NL-4385701, 1-NL-4331901,1-NL-4339301, 1-NL-4339912,2-NL-4332601, 2-NL-4332602 und 2-NL-4385702.

Eier, in denen Rückstände des Gifts stecken, haben eine von diesen Nummern: 0-NL-4385501, 0-NL-4392501,1-NL-4128604, 1-NL 4286001 und 2-NL-4015502.

Eier, bei denen die Herstellungsbetriebe selbst die Rückstände gemeldet haben, haben eine von folgende Nummern: 0-NL-4170101, 1-NL-4322401, 1-NL-4331901, 1-NL-4339301,1-NL-4385701 und 2-NL-4322402.

Belastete Eier, die in Deutschland hergestellt wurden, können diese Nummern haben: 0-DE-0360521, 1-DE-0357731 und 1-DE-0358001.

Ist auch vergiftetes Hühnerfleisch im Handel?
Nein, davon ist nichts bekannt. Zwar ist davon auszugehen, dass auch die Legehennen selber belastet sind und es somit auch das von ihnen gewonnene Fleisch wäre. Da jedoch Legehennen nicht für den Verzehr geschlachtet werden, besteht in dieser Hinsicht keine Gefahr. Allerdings können Produkte belastet sein, für die Eier verarbeitet wurden, wie beispielsweise Mayonnaise. Salate, in denen mit „Fipronil“ belastete Eier enthalten sein sollen, wurden bereits aus dem Handel genommen. Manches betroffene Land, etwa Rumänien, hat angekündigt, tonnenweise belastetes und zur Weiterverarbeitung bestimmtes Eigelb zu vernichten.

Wer ist für all das verantwortlich?
Verantwortlich sind letztlich die Betriebe, die das mit dem Insektenvernichter „Fipronil“ versetzte Reinigungsmittel namens DEGA 16 genutzt haben, sowie dessen Hersteller und Händler. Gegen verschiedene, in den Skandal verwickelte Betriebe, wird inzwischen auch ermittelt. Auch gegen die Betreiber des Hofes im baden-württembergischen Hohenlohekreis ermittelt nach Angaben des zuständigen Ministeriums die Staatsanwaltschaft. Unter den verantwortlichen Betrieben sind aber nicht nur Eierhöfe, sondern auch eine belgische Firma, die das gepanschte Mittel verkauft haben soll. Insbesondere soll es an eine niederländische Reinigungsfirma namens Chickfriend gegangen sein. Die wiederum soll Betreiber von Hühnerhöfen in den Niederlanden und Deutschland sowie in Belgien mit gefälschten Dokumenten getäuscht und so von dem Mittel überzeugt haben. Die Firma hat sich zu den Vorwürfen jedoch bislang nicht öffentlich geäußert.

Warum wurde das verbotene Mittel verwendet?
Hintergrund des Skandals ist möglicherweise der illegale Versuch, die sogenannte Rote Vogelmilbe zu bekämpfen: Dies jedenfalls schrieb die Verbraucherzentrale in Baden-Württemberg in den ersten Tagen des Skandals auf ihrer Website. Inzwischen wurde die entsprechende Warnseite der Verbraucherschützer aktualisiert, der Hinweis ist verschwunden. Aber auch in vielen Medienberichten wird dieser Zusammenhang längst hergestellt. Auch die gemeinnützigen Lebensmittelschützer von Foodwatch sehen darin eine mögliche Ursache. Kurz gesagt befällt die Rote Vogelmilbe Hühner und saugt ihr Blut. Das kann für die Tiere tödlich sein. Gegen den Parasiten wirkt zwar nicht nur „Fipronil“, andere Mittel gelten jedoch entweder als sehr teuer, oder nicht so wirkungsvoll.

Warum hat niemand das Gift rechtzeitig bemerkt?
In der Europäischen Union wurde in den vergangenen zwanzig Jahren ein umfangreiches Netz aus Lebensmittellaboren als Teil des RASFF aufgebaut, des „Rapid Alert Systems for Food and Feeds“, also des „Europäischen Schnellwarnsystems für Lebensmittel und Futtermittel“. Von Seiten der Bundespolitik wurde der Skandal um die mit „Fipronil“ verseuchten Eier auch schon als Beweis für das Funktionieren des Warnsystems gewertet. Tatsächlich meldeten laut der Datenbank des RASFF zuerst belgische Behörden „Fipronil“ in Eiern, und zwar am 20. Juli. Allerdings basierte die Warnung auf einer Probe, die bereits am 15. Mai genommen worden war. Das Warnsystem kam zwar in Gang, im Verlauf von drei Wochen reagierten verschiedene EU-Länder, insgesamt sendeten sie bis zum 11. August 133 Informationshappen über das RASSF. Wegen der Verzögerung steht nun aber die belgische Behörde FASNK mit Sitz in Brüssel, zuständig für die dortigen Lebensmittelkontrollen, unter Druck. Das Frühwarnsystem sei umgangen worden, sagte etwa Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) am 7. August in einem Fernsehinterview .

Wird das Konsequenzen haben?
Das bleibt abzuwarten. Im Skandal um mit „Fipronil“ belastete Eier hat die EU zunächst einmal eine Krisensitzung anberaumt: EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis erklärte am Freitag, den 11. August, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, er habe ein Treffen der zuständigen Minister und Behördenvertreter der betroffenen Länder vorgeschlagen. Es solle stattfinden, sobald alle Fakten auf dem Tisch liegen. Schließlich fand die Beratung am am 5. September am Rande eines Treffens im estischen Tallinn statt. Das Ergebnis: Das Schnellwarnsystem RASFF soll optimiert werden.

Ich habe verseuchte Eier gekauft, was nun?
Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät, die Eier zum Händler zurückzubringen. Dort können Sie Ersatz verlangen oder Ihr Geld zurückfordern. Denn die belasteten Eier werden ohnehin - durch Erzeuger und Lieferanten - von den Einzelhändlern zurückgeholt oder wurden es schon. Natürlich können Sie die Eier auch einfach im Müll entsorgen.

Ich habe ein vergiftetes Ei gegessen, was nun?
Laut dem Bundesamt für Risikobewertung (BfR) sind Kinder und Kleinkinder gesundheitlich gefährdet. Diese sollten die giftigen Eier besser nicht essen. Sofern doch vergiftete Eier verzehrt wurden, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden, da das Gift „Fipronil“ auf das Nervensystem wirkt. Dies wurde zumindest in Tierversuchen und bei höheren Konzentrationen festgestellt. Deshalb können beim Menschen Kopfschmerzen und Erbrechen die Folge sein. Für Erwachsene besteht laut BfR kein Gesundheitsrisiko.

Was passiert mit den Legehennen?
Unbestätigten Berichten zufolge werden die betroffenen Tiere notgeschlachtet. Dies ist häufig das Vorgehen bei Lebensmittelskandalen.

Wieviel Geld kostet der Skandal?
Das ist schwer zu beziffern. Doch nach Angaben des niederländischen Bauernverbandes beträgt der durch den Eier-Skandal entstandene Schaden für die Geflügelhalter mindestens 150 Millionen Euro.

Lesen Sie hierzu auch: Geflügelbranche geht von Millionen-Schaden wegen Fipronil aus

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