Dax schließt nach Rekordlauf moderat im Minus

|

Am deutschen Aktienmarkt haben sich die Anleger nicht aus der Reserve locken lassen. Nach seinen jüngsten Rekorden kam der Dax kaum vom Fleck, zumal ein weiterhin rekordtiefer Leitzins in der Eurozone nicht überraschte.

Auch von der auf Hochtouren laufenden Berichtssaison und aktuellen Konjunkturdaten kamen per Saldo nicht die nötigen Impulse, die ihm weiter nach oben verhelfen konnten.

Am Ende gab der deutsche Leitindex um 0,23 Prozent auf 12 443,79 Punkte nach. Seine am Vortag erreichte Bestmarke bei 12 486 Punkten konnte er nicht nochmals überbieten. Der MDax dagegen schaffte es, seinen Rekord geringfügig auf 24 714 Punkte nach oben zu schrauben. Letztlich ging er 0,12 Prozent höher bei 24 669,60 Zählern aus dem Handel. Der Technologiewerte-Index TecDax rettete sich am Ende knapp mit 0,03 Prozent ins Plus auf 2084,46 Punkte.

Es waren am Donnerstag vor allem Quartalsberichte, die den Markt bewegten. Bayer eroberten mit mehr als 4 Prozent Plus die Spitze im deutschen Leitindex. Der Chemie- und Pharmakonzern hatte wegen seiner Kunststofftochter Covestro den Jahresausblick angehoben hatte.

Auch die Aktien der Deutschen Börse standen mit rund 4 Prozent Plus klar auf der Gewinnerseite. Nach der gescheiterten Fusion mit der London Stock Exchange konnte der Börsenbetreiber seine Anleger mit einem guten Jahresstart sowie geplanten Aktienrückkäufen begeistern.

Bei der Deutschen Bank dagegen zeigten sich Analysten unzufrieden mit der Gewinnentwicklung. Der jüngste Höhenflug der Aktie fand mit einem Abschlag von 3,66 Prozent ein jähes Ende. Auch die Anteilscheine von BASF gehörten mit minus 1,33 Prozent zu den Verlierern. Hoffnungen auf einen optimistischeren Jahresausblick wurden nicht erfüllt.

Noch trüber war das Bild bei den Lufthansa-Aktien, obwohl die Fluggesellschaft im reiseschwachen ersten Quartal erstmals seit Jahren wieder einen kleinen operativen Gewinn erzielt hatte. Unter dem Strich war aber ein unerwartet hoher Nettoverlust entstanden, den Anleger mit einem deutlichen Abschlag von fast 6 Prozent quittierten.

Das Umfeld am Aktienmarkt war international sehr zurückhaltend. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor am Ende gut ein halbes Prozent. In New York stand der US-Leitindex Dow Jones Industrial zuletzt ebenfalls knapp im Minus.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,16 Prozent am Vortag auf 0,15 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,05 Prozent auf 141,67 Punkte. Der Bund Future rückte um gut ein halbes Prozent auf 162,08 Punkte vor. Nach dem Zinsentscheid der EZB pendelte sich der Euro bei 1,0861 US-Dollar ein. Seinen Referenzkurs hatte die Notenbank zuvor auf 1,0881 (Mittwoch: 1,0893) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9190 (0,9180) Euro.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo