Unicredit verramscht eigene Aktien

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Die italienische Großbank Unicredit hat bei ihrer dringend benötigten Milliarden-Kapitalspritze massive Probleme und will neue Investoren nun mit billigeren Aktien locken. Sie versucht mit einem hohen Kursabschlag, die geplante Kapitalerhöhung von 7,5 Mrd. EUR zu stemmen. Die Alt-Aktionäre sollen dabei eine bittere Pille schlucken. Denn die neuen Aktien werden zu knapp 2 EUR angeboten - ein Abschlag von 43 Prozent. Dies ist deutlich mehr, als Wertpapier-Experten erwartet hatten. Der Kurs sank gestern an der Börse um knapp 10 Prozent auf 5,72 EUR und damit auf ein neues Tief in der Geschichte der Bank. Im Zuge dessen verloren auch die Papiere der Commerzbank, die ebenfalls frische Milliarden braucht, deutlich.

Unicredit, Muttergesellschaft der Hypovereinsbank, braucht die geplante Kapitalerhöhung, um die von der europäischen Bankenaufsicht Eba festgestellte Lücke in der Bilanz zu schließen. Die Alteigentümer können die insgesamt 3,86 Mrd. neuen Anteile zu 1,943 EUR das Stück kaufen. Börsianer reagierten enttäuscht auf die Details der Kapitalerhöhung. Lange Zeit zählte das Geldhaus zu den Gewinnern der Branche. Mit der Übernahme der deutschen Hypovereinsbank im Jahr 2005 wurden die Italiener zu einem der größten Institute Europas. Anfang 2007 war das Papier zeitweise mehr als elfmal so viel wert wie aktuell. dpa

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