Trump für „Made in America“ - aber wie hält es Ivanka damit?

|
US-Präsident Donald Trump und seine Tochter Ivanka währen des G20-Gipfels in Hamburg. Foto: Bernd von Jutrczenka  Foto: 

Nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump sollen mehr Produkte die Aufschrift „Made in America“ tragen. Der Republikaner warb am Montag dafür, wieder mehr in den Vereinigten Staaten zu produzieren.

„Wenn wir Produkte kaufen, die in den USA hergestellt wurden, dann bleibt der Profit hier, die Einnahmen bleiben hier, und vielleicht am Wichtigsten von allen, die Jobs bleiben hier“, erklärte Trump bei einer Rede im Weißen Haus.

Wie aber halten es das Trump-Unternehmen oder die Firma von Tochter Ivanka mit diesen Maßstäben? Verpflichten sie sich dazu, nicht mehr in anderen Ländern produzieren zu lassen? Trumps Sprecher Sean Spicer hatte am Montag Schwierigkeiten, diese Frage zu beantworten. Es sei nicht angebracht, darüber zu reden, wie dies die Trump-Firmen betreffen würde, erklärte er. Aber in manchen Fällen gebe es gewisse Lieferketten oder Skalierbarkeiten, „die möglicherweise nicht in diesem Land verfügbar sind“, fügte er hinzu. Das allumfassende Ziel bleibe aber, die Produktion in den USA zu steigern.

Die „Washington Post“ hatte vor kurzem berichtet, dass das Modelabel von Ivanka Trump de facto ausschließlich in Ländern wie China, Indonesien und Bangladesch produzieren lasse. Die Vorstandsvorsitzende Abigail Klem sagte der Zeitung: „Die Arbeiter gibt es hier nicht mehr oder nur in einer sehr kleinen Kapazität; in vielen Fällen existieren die Maschinen nicht mehr.“

Die Arbeitsbedingungen in den betroffenen Ländern in Asien stehen allerdings immer wieder in der Kritik. Kürzlich wurden in China drei Aktivisten festgenommen, die verdeckt in Zulieferfabriken des Modelabels recherchiert hatten. Nach Angaben der Organisation China Labor Watch (CLW) ging es um zwangsweise Überstunden, Bezahlung unter Mindestlohn, Verletzung von Frauenrechten und verbale Misshandlungen. Die Aktivisten kamen wieder frei.

Bericht Washington Post über Ivankas Firmenpraktiken

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

K.o.-Tropfen: "Finger in den Mund, und spucken Sie es aus"

Immer wieder werden Menschen mit K.o.-Tropfen außer Gefecht gesetzt, anschließend vergewaltigt oder ausgeraubt. Dagegen hilft nur Vorsicht, sagt Achim Andratzek. weiter lesen