Teil der Anklage gegen Härter wackelt offenbar

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Im Kreditbetrugs-Prozess um den früheren Porsche-Finanzchef Holger Härter scheint ein zentraler Punkt der Anklage zu zerbröseln. Nach der Aussage eines Bankers hätte Härter den umstrittenen Kredit bei der VW-Übernahmeschlacht womöglich auch bekommen, wenn er weitere Risiken angegeben hätte.

"Ob das unsere Kreditentscheidung nachhaltig beeinflusst hätte, kann ich nicht sagen", sagte ein Mitarbeiter der betroffenen Bank gestern vor Gericht. "Hätte ich die Information von zusätzlichen Optionen gehabt, hätte ich das mitauffangen müssen", räumte der Banker ein. Einen Unterschied bei der Kreditvergabe hätte das aber nicht notwendigerweise gemacht. Sein Team habe bei der Risikobewertung irgendwann gesagt: "Okay, das genügt uns."

Härter und zwei seiner ehemaligen Führungskräfte müssen sich wegen Kreditbetrugs vor dem Landgericht Stuttgart verantworten. Laut Anklage sollen Härter und sein Team einer Bank damals unter anderem eine eventuelle Verbindlichkeit verschwiegen haben. Dabei geht es um eine Stückzahl von 45 Mio. Optionen, die Porsche je nach Kursentwicklung gut 100 Mio. EUR hätten kosten können. Dies ist allerdings nur ein Punkt in der Anklageschrift: Laut Staatsanwaltschaft sollen die Manager zudem ein wesentlich höheres Risiko von rund 1,4 Mrd. EUR nicht erwähnt haben.

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