Südeuropa verliert an Attraktivität

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Durch die Schuldenkrise haben Investitionsstandorte in Südeuropa einer Umfrage zufolge für mittelständische Unternehmen drastisch an Attraktivität verloren. "Die als traditionell sicher für Investitionen eingeschätzten Märkte werden inzwischen als genauso risikoreich eingestuft wie der Nahe Osten", heißt es in einer Umfrage von BDO International. Die Wirtschaftsprüfer befragten in 14 Ländern - von Australien über China und Deutschland bis Südafrika und den USA - 1050 Finanzchefs mittelständischer Unternehmen nach ihren Investitionsplänen. Sie agieren mit Umsätzen von 50 Mio. Dollar (39 Mio. EUR) bis 2 Mrd. Dollar.

Zwar planten 66 Prozent deutlich höhere Investitionen, sie fließen aber in sichere Häfen wie die USA, Großbritannien, Deutschland und die Bric-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China. Fast 45 Prozent der Befragten investieren schon in den Bric-Ländern oder planen es (2011: 29 Prozent). Offensichtlich werden diese vier Länder als etablierte und nicht mehr als aufstrebende Märkte eingeschätzt, heißt es. Für Länder in Südeuropa droht dagegen ein dringender Wachstumsschub durch das Ausbleiben von Investoren in die Ferne zu rücken. Spanien liegt in der Risikoeinschätzung noch vor Ägypten; Griechenland wird als riskanter als die von Unruhen und Bürgerkrieg gebeutelten Länder Libyen und Syrien angesehen.

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