Sturmwinde belasten das Stromnetz

Die starken Windböen stellen das deutsche Stromnetz wegen sehr hoher Mengen an Windenergie vor eine Belastungsprobe. Allein gestern wurde eine Einspeisung von bis zu 30.000 Megawatt (MW) Windenergie erwartet, teilte der Übertragungsnetzbetreiber Tennet mit.

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Auch die zunehmende Einspeisung durch Offshore-Windkraft im Meer (rund 1000 MW) mache sich nun bemerkbar. "Die hohe Einspeisung von Windenergie On- und Offshore belastet das Netz stark und führt zu Transportengpässen", teilte das Unternehmen mit. Dazu sei von Tennet und den anderen drei Übertragungsnetzbetreibern eine Netzreserve von rund 4200 MW aus Deutschland und Österreich sowie aus Italien und der Schweiz aktiviert worden - damit soll das Netz vor allem im Süden so ausgeglichen werden, damit die Versorgung gesichert bleibt.

Zusätzlich zur Netzreserve wurden laut Tennet noch bis zu 5000 MW konventionelle Kraftwerksleistung angefordert. Der Betreiber wertete die Lage als weiteren Beweis für die Notwendigkeit großer Nord-Süd-Stromtrassen, um Windenergie aus dem Norden verstärkt hierhin zu leiten. Die Netzeingriffskosten und Ausgaben für das Anfordern von Reserveenergie werden auf die Strompreise umgelegt. Allein bei Tennet fallen hierfür rund 250 Mio. EUR im Jahr an.

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