Studie zu lebenslangem Lernen: Erstaunliche Defizite

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Im Prinzip wissen Arbeitnehmer genauso gut wie die Unternehmen, dass die Herausforderungen der Zukunft und insbesondere der Digitalisierung nur mit mehr Weiterbildung zu bewältigen sind. Doch in der Praxis funktioniert die Umsetzung offenbar noch nicht richtig. Das ist zumindest das Ergebnis einer Umfrage der Berliner Hochschule für angewandtes Management.

Es ist erstaunlich, dass es eine „Gebrauchsanweisung fürs lebenslange Lernen“ nicht längst gibt, wie sie Studienleiterin Nele Graf entwickelt hat. Als einen wesentlichen Schwachpunkt hat sie die Führungskräfte ausgemacht: Offensichtlich beschäftigen sie sich zu wenig mit dem Thema. Das ist erstaunlich. Mancher dürfte allerdings als „Lern-Coach“ für seine Mitarbeiter schlicht überfordert sein. Dann muss das Unternehmen für andere Strukturen sorgen, um das lebenslange Lernen zu intensivieren.

Aber auch der einzelne Mitarbeiter muss mehr aktiv werden. Viele sehen zwar die Notwendigkeit für Weiterbildung, aber zu wenige kümmern sich darum und fragen nach. Zudem mangelt es an Durchhaltevermögen. Interessant ist auch die Erkenntnis, dass Maßnahmen schneller realisiert werden müssen und ein Lernen am Computer nicht in jedem Fall der richtige Weg ist. Alle Beteiligten werden das Thema deutlich mehr und systematischer angehen müssen, um bestehende Defizite zu beseitigen.

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