Steuerbeamter soll Betrüger gedeckt haben

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Neuer Korruptionsskandal in Athen: In Griechenland wird einer der höchsten Steuerbeamten wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs angeklagt. Der zuletzt für Steuern und Zölle zuständige Top-Beamte im Finanzministerium, Ioannis Kapeleris, musste bereits wegen der Anschuldigungen der Veruntreuung von Steuergeldern zurücktreten. Die Athener Staatsanwaltschaft wirft ihm und einer seiner Mitarbeiterinnen vor, Heizöl-Schmugglern von Strafen verschont zu haben. Dem vom Bankrott bedrohten Staat seien dabei mindestens 15 Mio. EUR entgangen, hieß es von der Anklagebehörde. Kapeleris wies die Anschuldigungen gestern im griechischen Rundfunk zurück.

Der Beamte soll die strafrechtliche Verfolgung von Tankstelleninhabern verhindert haben, die billiges Heizöl als teuren Treibstoff verkauften und die Differenz einsteckten. Mehr als 3500 Tankstellen sollen in den Fall verwickelt sein. Dass diese Fälle nicht an die Justiz weitergeleitet wurden, schob Kapeleris auf das schlechte Funktionieren eines EDV-Überwachungssystem des Ministeriums.

Die Anklage gegen Kapeleris erhob einer der beiden Staatsanwälte, die erst im September eingesetzt worden waren, um große Steuersünder zur Rechenschaft zu ziehen. Um aus der Schuldenkrise herauszukommen, hat Athen Korruption und Steuerhinterziehung den Kampf angesagt. dpa

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