Stabile Konjunktur erwartet

Deutschland bleibt allen Krisen zum Trotz auf einem stabilen Wachstumskurs. Davon sind die führenden Ökonomen in ihrem jüngsten Gutachten überzeugt.

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Die Wirtschaftsleistung wird in Deutschland und auch weltweit nach der Prognose der führenden Forschungsinstitute weiter moderat wachsen. Die Experten rechnen für dieses Jahr mit 1,6 Prozent Wachstum, das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als zuvor erwartet. Im kommenden Jahr soll es dann ein Plus von 1,5 Prozent sein.

Auch für den Arbeitsmarkt zeigen sich die Institute zuversichtlich: So dürften in diesem Jahr rund 500.000 und im nächsten Jahr 390.000 Erwerbstätige hinzukommen. Die große Zahl an Flüchtlingen werde aber 2017 dazu führen, dass die Arbeitslosigkeit leicht steigt - von 6,2 Prozent in diesem auf 6,4 Prozent im nächsten Jahr. In absoluten Zahlen wären das 2,74 Mio. Arbeitslose 2016 und 2,82 Millionen im nächsten Jahr.

Die von Banken und Versicherungen kritisierte Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) halten die Institute für "grundsätzlich angemessen". Dies gelte, solange die Kapazitäten in der Produktion der EU "nicht wieder normal ausgelastet sind", sagte Timo Wollmershäuser vom Münchner Ifo-Institut. Es gebe keine Anzeichen für eine Überhitzung, abgesehen von einigen regionalen Immobilienmärkten. International mehren sich die Signale dafür, dass sich die Konjunktur "im ersten Halbjahr 2016 nicht mehr abschwächt". Allerdings dürften die Produktionszuwächse mäßig bleiben.

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