Spanien wehrt sich gegen Flucht unter den Schirm

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Ungeachtet der kritischen Lage Spaniens am Anleihenmarkt ist die Regierung in Madrid zuversichtlich, dass das Land nicht unter den Euro-Rettungsschirm flüchten muss."Selbstverständlich" schließe die spanische Regierung diese Möglichkeit aus, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos gestern vor Journalisten.

Die Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen waren gestern Morgen auf einen Rekordstand geklettert. Die Rendite für die richtungsweisende Anleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren war über die Marke von 7,5 Prozent gestiegen, ein Niveau, das auf Dauer für einen Staat als nicht finanzierbar gilt.

De Guindos bezeichnete die Zuspitzung der Lage an den Märkten als"unlogisch". Es herrsche dort eine"extreme Nervösität". Die Regierung habe wichtige Wirtschaftsreformen, Sparmaßnahmen und Maßnahmen zur Sanierung der Banken getroffen. Jetzt seien andere Initiativen nötig, betonte der Minister unter Anspielung auf den Wunsch Spaniens, dass die Europäische Zentralbank auf dem Schuldenmarkt massiv spanische Titel aufkaufen soll, um das Zinsniveau für das Euro-Krisenland zu drücken. EZB-Präsident Mario Draghi hatte dies am Wochenende abgelehnt.

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