Sorgen sind beträchtlich

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Von Panik war am Wochenschluss überhaupt nichts mehr zu spüren, nachdem der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA die Börse seit Mittwoch in ihren Bann gezogen hatte. Der Deutsche Aktienindex Dax rutschte am Donnerstag erstmals seit fünf Monaten wieder unter die Marke von 12 000 Punkten, einen Tag später kletterte er wieder darüber. Aber die Sorgen der Börsianer sind beträchtlich. Dass der nordkoreanische Diktator unberechenbar ist, ist ihnen seit langem klar. Aber die Bedenken gegenüber US-Präsident Donald Trump werden auch an der Börse immer größer. Droht tatsächlich eine militärische Eskalation?

Prinzipiell ist das Umfeld für Aktien intakt. Die Zinsen bleiben vorerst niedrig. Damit sind Sparanlagen und Tagesgeldkonten bei Zinsen von im Schnitt 0,15 Prozent unattraktiv. Anleger verlieren bei einer Inflationsrate von aktuell 1,7 Prozent sogar Geld. Das gilt auch für zehnjährige Bundesanleihen, die eine Rendite von nur 0,4 Prozent abwerfen.

Für Aktien sprechen, sagt Commerzbanker Andreas Hürkamp,  gestiegene Gewinnwartungen für die Unternehmen und auch für 2017 ansehnliche Dividenden. Die Dividendenrendite dürfte wieder bei mehr als 3 Prozent liegen. Die Konjunkturaussichten in Europa und in den USA gelten als gut, auch die Lage in den Schwellenländern zieht an. „Mittelfristig bleiben Aktien aussichtsreich“, glaubt Christian Kahler von der DZ Bank. Er hält am Ziel von 13 000 Dax-Punkten zum Jahresende fest. „Die Grundtendenz bleibt aufwärts gerichtet“, betont auch Robert Greil von Merck Finck. Er erwartet aber Schwankungen.

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