Kommentar zu „urbanen Gebieten“: Sinnvoller Ansatz

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Eine Feststellung vorab: Es gibt keine allgemeine Wohnungsnot in Deutschland – auch wenn dies so verkürzt ständig zu hören ist. Es gibt, was es schon immer gegeben hat: Städte, Stadtteile und Regionen, in welchen viele Menschen leben wollen. Sie ziehen aus anderen Regionen weg und hinterlassen dort sinkende Immobilienpreise. In den beliebten Ballungsgebieten gehen die Preise dagegen in die Höhe. Diesen Mechanismus kann keine Politik aushebeln, schon gar nicht kurzfristig.

Das erleichterte Baurecht ist trotzdem ein sinnvoller Ansatz. Es ermöglicht eine Verdichtung in den beliebten Ballungszentren. Damit schafft es die Voraussetzungen, um auf bestehender Fläche mehr Wohnraum unterzubringen. Dies wird in der Regel nicht die schon verdichteten Stadtzentren betreffen, sondern eher randständige Lagen. Hier „urbanes Leben“ zu ermöglichen,  kann stadt- und sozialpolitisch ein Gewinn sein.

Das Baurecht in Deutschland ist vergleichsweise streng, eine Auflockerung ist durchaus zumutbar, wenn damit bezahlbarer Wohnraum entsteht. 

Problematischer ist da schon die geplante staatliche Subvention. Sie werden die hohen Mieten in der begehrten City nicht abschwächen. Die Zuschüsse haben aber vor allem den Nachteil, dass sie das Stadt-Land-Gefälle noch verstärken werden. Strukturpolitisch ist das der falsche Ansatz.

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