Schockwellen bei Pleite der Deutschen Bank

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Aufseher halten einen theoretisch angenommenen Zusammenbruch der Deutschen Bank für brandgefährlich für die Weltwirtschaft. Der Branchenprimus steht ganz oben in einer Liste von 28 Instituten, deren Pleite weltweit unkalkulierbare Schockwellen für das Finanzsystem auslösen könnte. Der internationale Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board/FSB) hat diese Liste im Auftrag der wichtigsten Wirtschaftsnationen (G20) aktualisiert. Es soll verhindert werden, dass noch einmal der Zusammenbruch einer Großbank die Welt in die Krise stürzt - wie im 2008 die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers. Eine konkrete Bedrohung der Deutschen Bank wird aber nicht gesehen.

Ebenfalls in die Spitzengruppe der systemrelevanten Banken stuft der FSB die US-Großbanken JP Morgan und Citigroup sowie die britische HSBC ein. Die Commerzbank zählt nach den am Donnerstag veröffentlichten Daten nicht mehr zu den global systemrelevanten Banken. Wichtiges Kriterium für Systemrelevanz ist neben Größe die Vernetzung in der Finanzwelt.

Für die Deutsche Bank bedeutet das: Sie muss künftig deutlich mehr Eigenkapital als Krisenpuffer aufbauen als manche Konkurrenten. Aber Eigenkapital ist teuer und drückt die Gewinne. Die Aufsichtsbehörden wollen erreichen, dass Institute Risiken abbauen und Bilanzen schrumpfen.

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