Schlecker XL kann Forderungen nicht bedienen

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Bei der insolventen Schlecker-Tochter Schlecker XL reicht die Insolvenzmasse wohl nicht aus, um die Ansprüche der Gläubiger zu bedienen. Insolvenzverwalter Werner Schneider habe am Mittwoch bei Gericht die so genannte drohende Masseunzulänglichkeit angezeigt, sagte sein Sprecher. Damit zieht Schneider die Reißleine und sichert zumindest ab, dass seine eigenen Kosten sowie des Kosten des Gerichts bezahlt werden. Zu diesem Schritt ist er verpflichtet, wenn sich abzeichnet, dass das Vermögen für die Schulden nicht ausreicht.

Vor allem die hohen Ansprüche der Bundesagentur für Arbeit hätten zu diesem Schritt geführt. Sie fordert von Schlecker XL das Arbeitslosengeld, das sie den freigestellten Mitarbeitern bezahlt hat. In dieser Zeit hätten die Mitarbeiter eigentlich Anspruch auf Löhne, sie befinden sich noch in der Kündigungsfrist. Die BA springt ein, will das Geld aber zurück. Damit steigen die Forderungen an die Insolvenzmasse von Tag zu Tag. Es geht um eine hohe Summe, zumal nur etwa ein Drittel der einst 1000 Schlecker-XL-Beschäftigten einen neuen Job gefunden hat.

Im September hatte der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz für die Muttergesellschaft Anton Schlecker mit ihren einst mehr als 20 000 Beschäftigten die drohende Masseunzulänglichkeit angezeigt. Auch dort waren die hohen Forderungen der BA der Auslöser.

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