Regionalbahnen fahren planmäßig

Der Regionalverkehr der Bahn läuft wieder weitgehend normal. Im Fernverkehr kann es nach auch dem Ende des Lokführerstreiks Probleme geben.

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Nach dem Ende des Lokführerstreiks war die Deutsche Bahn am Sonntag um eine rasche Normalisierung des Zugverkehrs bemüht: Im Regionalverkehr fuhren die Züge im Südwesten vielerorts wieder planmäßig. "Es läuft auf hohem Niveau an", sagte eine Sprecherin und fügte im Blick auf den heutigen Montag hinzu: "Die Regionalbahn wird die Kunden wieder zu Schule und Arbeit bringen."

Gestern war unterm Strich etwa 80 Prozent des Regionalverkehrs wieder auf den Schienen. Im Fernverkehr erreichte die Bahn 60 Prozent des eigentlichen Betriebs. Dabei wurden laut der Sprecherin verstärkt auf den Hauptstrecken Züge eingesetzt. Im Fernverkehr könne es aber auch heute weiter zu Zugausfällen und Verspätungen kommen. Auf der Internetseite der Bahn sollen sich Kunden über ihre Verbindungen informieren.

Die Lokführer hatten ihren Streik am Samstag nach drei Tagen beendet - früher als angekündigt. Die Gewerkschaft GDL ist trotzdem zufrieden. "Der Streik war erfolgreich, egal ob er nur zwei oder drei Tage ging. Das hat nichts mit der Länge zu tun", sagte Lutz Dächert, der GDL-Bezirksvorsitzende im Südwesten.

Die GDL fordert in dem Tarifkonflikt für die Beschäftigten mehr Geld sowie eine kürzere Arbeitszeit. Vor allem will sie neben den Lokführern künftig auch das übrige Zugpersonal in Verhandlungen vertreten, für das bislang die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zuständig ist. Die Bahn dagegen will konkurrierende Tarifverträge einzelner Berufsgruppen verhindern. GDL-Chef Klaus Weselsky sagte, er sei bereit zu parallelen Verhandlungen der Bahn mit GDL und EVG zur gleichen Zeit und am gleichen Ort.

Derweil klagt die Tourismusbranche im Südwesten über streikbedingte Ausfälle. "Vor allem in den größeren Städten wurden zum Teil Hotelzimmer und gebuchte Stadtführungen storniert", sagte Martin Knauer von Tourismus Baden-Württemberg.

Insbesondere der Tagestourismus leide stark unter dem Streik. "Bereits am Mittwoch sind Gäste frühzeitig abgereist oder haben ihre Buchungen storniert." Rund 20 Prozent der Gäste hätten ihre Buchungen abgesagt. Auch Anbieter von Städtetouren hätten den Streik "kräftig gespürt", sagte eine Sprecherin der Stuttgart Marketing GmbH.

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