Programmierer spricht von Fehler

Nach Auftauchen der Sicherheitslücke Heartbleed wurde spekuliert, die NSA könnte dahinterstecken. Der Programmierer spricht von einem Fehler.

|

Der deutsche Programmierer hinter der gewaltigen Sicherheitslücke Heartbleed hat sich gegen Vorwürfe zur Wehr gesetzt, er habe den fehlerhaften Code im Auftrag von Geheimdiensten geschrieben. In Interviews beteuerte der Informatiker, dass es ein ungewollter Fehler gewesen sei. Er habe sich beim Verbessern der Verschlüsselungssoftware OpenSSL im Programmiercode vertan, erklärte der Mann "Spiegel Online". Unterdessen wurde die Dimension des Problems größer: Auch die Netzwerk-Ausrüster Cisco und Juniper entdeckten die Lücke.

OpenSSL wird von Hunderttausenden Websites eingesetzt, Internet-Riesen wie Google und Yahoo waren von der Lücke betroffen. Es ist eine offene Software, das heißt, jeder kann den Programmiercode einsehen und weiterentwickeln.

Die NSA hat die Schwachstelle kurz nach Auftauchen des fehlerhaften Software-Codes entdeckt, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Die Lücke sei dann zu einem Grundelement des "Werkzeugkastens" des Abhör-Dienstes geworden - zum Beispiel, um Passwörter zu stehlen.Gleich nach Auftauchen des Problems war spekuliert worden, der US-Geheimdienst NSA könnte seine Finger im Spiel gehabt haben. Unter den jüngsten Enthüllungen war auch bekanntgeworden, dass die NSA die Verschlüsselung ins Visier genommen habe. Der deutsche Programmierer studierte damals noch an einer Fachhochschule, inzwischen arbeitet er für T-Systems.

Bisher ist ein Fall bekanntgeworden, in dem vermutlich ein Angriff mit Fokus auf die Sicherheitslücke versucht wurde.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Heftige Unwetter: Verletzte und hohe Schäden im Südwesten

Bei Starkregen und heftigem Wind werden mehrere Menschen im Südwesten verletzt. Auch die Natur bleibt von den Unwettern nicht verschont. Nun warnt der Agarminister sogar vor Besuchen im Wald. weiter lesen