Pilz wächst selbst in Spanien und Italien Automatisierungsexperte investiert weiter

Trotz unsicherer Weltkonjunktur und Euro-Krise hat der Automatisierungsexperte Pilz seinen Umsatz 2012 stärker steigern können als die Konkurrenz.

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Die Euro-Krise und die anhaltende Diskussion um eine Frauenquote im Management von Unternehmen - zwei Dauerbrennerthemen, die Konzerne in Deutschland beschäftigen. In der Zentrale des Automatisierungsspezialisten Pilz in Ostfildern scheinen sie aber nur eine geringe Rolle zu spielen.

Das Familienunternehmen, dessen Produkte zum Beispiel in Gepäckförderanlagen oder Achterbahnen eingesetzt werden, wird von zwei Frauen und einem Mann geführt. Renate Pilz steht gemeinsam mit ihrer Tochter Susanne Kunschert und ihrem Sohn Thomas Pilz an der Spitze der Firma, die 1948 als Glasbläserei für medizinisch-technische Apparate begonnen hatte.

Und auch die Euro-Krise macht Pilz, mittlerweile auf allen fünf Kontinenten vertreten, nicht so schwer zu schaffen wie der Konkurrenz. Die Geschäfte liefen selbst in Krisenländern wie Spanien und Italien sehr gut, sagte Renate Pilz, die Vorsitzende der Geschäftsführung. Dabei sei von Vorteil, dass man stets mit Geschäftsführern aus den jeweiligen Ländern zusammen arbeite. "So können wir die Mentalität eines Landes viel besser verstehen."

Zwei Drittel des Umsatzes macht das Unternehmen im Ausland - vor allem in Nordamerika, China und den europäischen Nachbarstaaten. Um 6 Prozent auf 227 Mio. EUR legten die Umsätze zu. Die Automatisierungsbranche steigerte ihre Erlöse laut Elektronik-Fachvervand ZVEI hingegen nur um 1,4 Prozent.

Für 2013 plant Pilz erneut ein moderates Plus von sieben Prozent. Nachdem das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr 14 Mio. EUR investierte, soll auch 2013 mindestens der gleiche Betrag zurück in die Firma geführt werden - unter anderem für Fertigungsstätten in China sowie am Stammsitz in Ostfildern.

Und auch die Zahl der Mitarbeiter steigt: 2012 um 12 Prozent auf 1700 Mitarbeiter, wovon 840 hierzulande arbeiten. "Es geht in allen Bereichen um kontinuierliches Wachstum, nicht um kurzfristigen Erfolg", sagte Kunschert, die Geschäftsführende Gesellschafterin.

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