Nur leichte Sommerflaute im Land

Die Arbeitsagentur spricht von "saisonüblich", die Gewerkschaft von anhaltendem Negativtrend: Die Zahl der Arbeitssuchenden in Baden-Württemberg ist wie in ganz Deutschland jedenfalls gestiegen.

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Die Arbeitslosigkeit im Südwesten ist im August erneut leicht angestiegen. Die Arbeitslosenquote wuchs um 0,2 Punkte auf 4,2 Prozent. Nach weiteren Angaben der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit suchten 242 257 Menschen einen Job.

Behördenchefin Eva Strobel sprach gestern in Stuttgart von einer "saisonüblichen" Entwicklung. Denn viele Schulabgänger warten auf den Start ihrer Ausbildung oder ihres Studiums und melden sich arbeitslos. Deshalb stieg auch die Jugendarbeitslosigkeit um ein Viertel im Vergleich zum Vormonat. Derzeit sind 27 288 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos.

Der DGB widersprach der Darstellung einer saisonüblichen Entwicklung. Landeschef Nikolaus Landgraf wies darauf hin, dass die Zahl der Arbeitslosen um mehr als 10 000 (plus 4,4 Prozent) über der des Vorjahresmonats liegt. "Die Nachfrage nach Arbeitskräften in Baden-Württemberg nimmt seit zwei Jahren kontinuierlich ab." Der Arbeitsmarkt werde auch eingetrübt durch die rückläufigen Exporte.

Bayern mit zahlreichen touristischen Jobangeboten im Sommer schneidet mit der einzigen Quote von unter 4 Prozent (3,8) am besten ab. Im Bund liegt die Quote unverändert bei 6,8 Prozent. Die Prozentangaben sind das eine, die nackten Zahlen das andere: Bundesweit suchten im August 2,946 Mio. Menschen einen Job, das waren 32 000 mehr als im Juli. Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg herrschte Ernüchterung. Sonst sorgte die Sommerflaute für Anstiege zwischen 5000 und 10 000. Das Jahr, so räumte BA-Chef Frank-Jürgen Weise ein, sei für den Arbeitsmarkt doch nicht so gut gelaufen, wie man gehofft habe.

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