NOTIZEN vom 14. Mai 2013

|

Handwerk zuversichtlich

Trotz eines verhaltenen Jahresstarts blickt das deutsche Handwerk wegen voller Auftragsbücher erwartungsvoll auf die kommenden Monate. In 88 Prozent der Betriebe herrsche Optimismus, dass sich die Konjunktur ab Frühjahr beleben werde. Jedoch sind nur bei 15 Prozent der rund 24 400 befragten Unternehmen im ersten Quartal die Umsätze gestiegen.

Strengere Regeln

Ratingagenturen unterliegen in Europa künftig strengeren Regeln. So können Anleger Unternehmen wie Moodys, Fitch oder Standard & Poor"s für schwere Fehler bei Bewertungen haftbar machen. Sie können vor Gericht Schadenersatz für Verluste einklagen, wenn Ratingagenturen ein Unternehmen oder einen Staat absichtlich oder fahrlässig falsch beurteilen. Zudem dürfen Ratingagenturen EU-Staaten nur noch zu festen Terminen bewerten. Diese Auflagen haben die EU-Minister beschlossen.

Krisentreffen bei Karstadt

Die Warenhauskette Karstadt hat Betriebsräte aller Standorte gestern zu einem Krisentreffen in der Essener Zentrale zusammengerufen. Die Kette mit mehr als 10 000 Beschäftigten soll nach nicht bestätigten Medienberichten unter deutlichen Umsatzeinbußen leiden.

Sorge um soziale Balance

Die bayerischen Wohnungsunternehmen sehen die soziale Balance in Städten wie München in Gefahr, weil es zu wenig bezahlbaren Wohnraum gebe. Es sei fraglich, ob sich in Zukunft alle Bevölkerungsgruppen das Leben in den Städten leisten können, sagte Verbandsvorstand Xaver Kroner.

Mehr Werbung im Netz

Die Umsätze mit Onlinevideo-Werbung in Deutschland könnten bis 2017 auf 500 Mio. EUR steigen. Das entspreche einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 23 Prozent, berichtete die Unternehmensberatung PwC. Dafür müsse aber die Qualität der Videowerbung inhaltlich und technisch besser werden.

Lohndumping bei Daimler

Der Autobauer Daimler beschäftigt nach Recherchen des SWR an seinen Fließbändern Menschen, die ihr Gehalt mit Hartz IV aufstocken müssen. Möglich werde das durch Werkverträge. Ein Reporter des Südwestrundfunks hatte sich von einer Leiharbeitsfirma anstellen lassen, die ihn an eine Logistikfirma verlieh. Bei Daimler wurde er mit der Stammbelegschaft am Fließband eingesetzt. Monatlich hätte der vierfache Familienvater damit 990 EUR netto gehabt - und Anspruch auf Hartz-IV-Aufstockung. Ein Daimler-Sprecher betonte, grundsätzlich gelte, dass für Werksverträge beauftragte Firmen vertraglich verpflichtet seien, sich an Gesetze zu halten.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Ulmer Basketballern gelingt der siebte Streich

Das Ratiopharm-Team setzt sich zuhause mit 72:69 gegen Würzburg und setzt seine Erfolgsserie fort. Das Duell zweier ehemaligen Ulmer Teamkollegen gerät zur eindeutigen Sache. weiter lesen