NOTIZEN vom 10. November

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Bahn kauft Ökostrom

Die Deutsche Bahn als größter Stromverbraucher der Republik verwendet von 2015 an deutlich mehr Energie aus Wasserkraft. Mit der Eon AG (Düsseldorf) schloss der Staatskonzern dazu einen langfristigen Liefervertrag über 600 Gigawattstunden jährlich. Der Ökostrom-Anteil der Bahn steigt damit von knapp 22 Prozent auf mehr als 26 Prozent.

Viagra-Patent entzogen

Die Kanadier dürfen sich auf billige Potenzpillen freuen: Der oberste Gerichtshof des Landes hat das Patent des Pharmakonzerns Pfizer auf Viagra für ungültig erklärt. Das öffnet den Markt für Nachahmerpräparate, die in der Regel wesentlich günstiger sind als das Original. Der israelische Generikahersteller Teva hatte gegen das Viagra-Patent geklagt und bekam Recht.

EADS sucht Partner

Der Airbus-Konzern EADS hält nach dem Scheitern der geplanten Fusion mit dem britischen Rüstungskonzern BAE Systems Ausschau nach anderen Partnern. EADS-Finanzchef Harald Wilhelm sagte der Tageszeitung "Die Welt": "Wir werden sicher darüber sprechen, ob Zukäufe und Fusionen in einzelnen Märkten möglich sind. Die USA stehen als größter Markt dabei nach wie vor in unserem Fokus."

Iberia streicht 4500 Jobs

Radikalkur bei Iberia: Die angeschlagene spanische Fluggesellschaft will 4500 Arbeitsplätze abbauen, fast ein Viertel ihrer 20 000 Stellen. Aufgrund von Verlusten in Rekordhöhe sollen auch die Flotte und das Flugangebot schrumpfen. Laut Geschäftsführer Rafael Sánchez-Lozano macht die Gesellschaft auf allen Märkten Verluste.

Rückruf von Jeep

Bei zwei älteren Jeep-Modellen können die Front- und Seiten-Airbags sowie die Gurtstraffer während der Fahrt plötzlich auslösen. Die Herstellerfirma Chrysler ruft deshalb alleine in den USA fast 745 000 Wagen in die Werkstätten. Ein Sprecher des italienischen Mutterkonzerns Fiat sagte gestern, von einem Rückruf in Deutschland sei ihm nichts bekannt.

Rüffel für Netzbetreiber

Die Bundesnetzagentur hat dem Netzbetreiber Tennet, der zahlreiche Offshore-Windparks an der Nordsee anbinden soll, die gesetzlich vorgeschriebene Zertifizierung verweigert. Tennet habe die Nachweise über die erforderlichen Finanzmittel für den Netzausbau nicht vorgelegt. Dies bedeute kein Betriebsverbot; wenn Tennet weiter arbeite, stelle dies aber zumindest eine Ordnungswidrigkeit dar. Dem Unternehmen drohe dann ein Bußgeld von bis zu 1 Mio. EUR.

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