Modekonzern Boss erleidet Einbußen

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Der erfolgsverwöhnte Modekonzern Hugo Boss hat im dritten Quartal überraschend schwach abgeschnitten. Höhere Marketingaufwendungen und Kosten für den Ausbau des eigenen Filialnetzes hätten auf den Gewinn gedrückt, teilte das Unternehmen gestern in Metzingen (Kreis Reutlingen) mit. Zugleich habe sich durch die Umstellung von zwei auf vier Kollektionen pro Jahr das Umsatzwachstum im dritten Quartal verlangsamt. Ein Teil der aktuellen Herbstkollektionen sei dadurch bereits im zweiten Quartal ausgeliefert worden.

Unterm Strich verringerte sich der Konzerngewinn um 14 Prozent auf 103,4 Mio. EUR. Der Umsatz wuchs im dritten Quartal nur dank des Euro-Wechselkurses um 5 Prozent auf 646 Mio. EUR. Seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern allerdings und versprach einen starken Schlussspurt. "Mit dem Wintergeschäft werden wir im vierten Quartal zu zweistelligem Umsatz- und Ergebniswachstum zurückkehren", sagte Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs. Im Gesamtjahr soll so weiterhin der Umsatz währungsbereinigt um bis zu 10 Prozent zulegen.

Hugo Boss investiert derzeit stark in den Ausbau des eigenen Einzelhandels, weil dieser eine bessere Marge bringt als der Verkauf über Zwischenhändler. Bis Ende des Jahres sollen rund 80 neue Läden entstehen.

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