Metall- und Elektroindustrie erwartet höheres Wachstum

Nach zwei Jahren Stagnation hofft die Metall- und Elektroindustrie, 2014 deutlich an Fahrt zu gewinnen. Die Zahl der Beschäftigten bleibt hoch.

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Gesamtmetall-Chef Rainer Dulger freut sich über den Beschäftigungszuwachs.  Foto: 

Mit bis zu 3 Prozent Wachstum rechnet der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Rainer Dulger, in diesem Jahr für die Metall- und Elektroindustrie. Für mehr Tempo sollen drei Quellen sorgen: ein stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft, ein leichtes Plus in der Eurozone und deutlich mehr Investitionen in Maschinen und Anlagen im Inland. "Damit würden wir, konjunkturell gesprochen, direkt vom Herbst in den Frühling übergehen", sagte Dulger in Berlin.

In den Jahren 2012 und 2013 hatte die größte deutsche Industriebranche stagniert. Auftragseingang und Produktion waren niedriger als vor der Krise 2008. Umso bemerkenswerter ist für den Gesamtmetall-Präsidenten die Entwicklung beim Personal: Derzeit beschäftigt die Branche 3,72 Mio. Mitarbeiter und damit mehr als vor der Krise. Allein im vergangenen Jahr entstanden trotz der Stagnation rund 40.000 zusätzliche Stellen. Auch in diesem Jahr soll die Beschäftigung leicht zunehmen. Hinzu kommen etwa 170.000 Zeitarbeiter.

Sorgenfalten bereitet Dulger die Entwicklung der Kosten: Allein in den ersten 11 Monaten 2013 stiegen die Lohnstückkosten um 4,5 Prozent. Trotzdem hält er den letzten Tarifabschluss immer noch für richtig. Er brachte ab 1. Juli 2013 eine Lohnerhöhung von 3,4 Prozent und ab 1. Mai 2014 eine weitere von 2,2 Prozent. Gut sei die Planungssicherheit, weil der Tarifvertrag bis Ende dieses Jahres läuft.

Dulger kritisierte die Debatten um kürzere Lebensarbeitszeiten von der Elternteilzeit bis zum Rentenpaket. Für besonders bedenklich hält er die "Rolle rückwärts" bei der Frühverrentung, die höhere Arbeitskosten und weniger Beschäftigung bringe. Viel lieber macht sich Gesamtmetall Gedanken, wie die Betriebe die Verlängerung der Lebensarbeitszeit gestalten können.

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