Landesinnovationspreis: Roboterhand wird zur intelligenten Prothese

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Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat gestern den mit insgesamt 50 000 € dotierten Landesinnovationspreis vergeben. Den Preis teilen sich drei Unternehmen.

Die Vincent Systems GmbH aus Karlsruhe erhielt 25 000 € für die Entwicklung bionischer Handprothesen. Muskeln im Armstumpf senden elektrische Signale in die Prothese und lösen dort je nach Abfolge der Muskelkontraktionen bestimmte Bewegungen aus. Eine große Herausforderung war auch die Entwicklung der dazu passenden Motoren. Sie müssen robust und stark, aber auch klein und leicht sein. Das Team um Firmengründer Stephan Schulz hat dieses Problem  gelöst und bietet inzwischen sogar diese bionischen Handprothesen für Kinder an sowie als Ersatz einzelner Finger. Zudem fühlt diese Prothese, wie stark sie zugreift. Mechanische Schwingungen sorgen für eine entsprechende  Rückmeldung an den Prothesenträger.

15 000 € bekam die Pinion GmbH. Die Denkendorfer haben  ein aus dem Autobau bekanntes Getriebe auf Fahrräder übertragen. Das Stirnradgetriebe wird in den Fahrradrahmen integriert. Durch das Verwenden von zwei Teilgetrieben werden 18 Gänge mit einer Übersetzungsbandbreite von mehr als 630 Prozent realisiert, ohne dass es zu Gangüberschneidungen kommt.

Weniger Transportaufwand

Für die Entwicklung einer mobilen Produktion von Beton-Fertigteilen erhielt Weckenmann Anlagetechnik aus Dormettingen 10 000 €.  Das System macht den aufwendigen Transport der Fertigteile zur Baustelle überflüssig.

Den Sonderpreis der MBG Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft über 7500 € für junge innovative Unternehmen nahm Opal aus Mannheim mit nach Hause. Für ein Softwaremodul, das dem Handel dabei helfen soll, genau die Waren vorrätig zu haben, die die Kunden wollen.

Anerkennungen gingen an AWP-Präzionsteile (Waibstadt) für ein Entriegelungssystem von Gasdruckfedern, an die Birken AG (Niefern-Öschelbrunn) für eine Wundheilungsarznei auf Basis des aus Birkenkork gewonnenen Wirkstoffs Betulin. Ausgezeichnet wurden Flexlog (Karlsruhe) für ein System für dezentrale Fördertechnik, Medialas Electronics (Balingen) für einen Laserprojektor für Skisprungschanzen und Mypols (Konstanz) für maßgeschneiderte Enzyme.

Der Innovationspreis, der den Namen des früheren Wirtschaftsminister Rudolf Eberle trägt, wird seit 1985 verliehen. Bewerben können sich Unternehmen des Landes mit maximal 500 Mitarbeitern und bis 100 Mio. € Jahresumsatz. Karen Emler

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