KOMMENTAR: Zweifel am Realitätsgehalt

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Er ist längst da - der Abschwung mit Ansage. Daher kommen auch die acht Wirtschaftsforschungsinstitute nicht umhin, ihre viel zu optimistischen Erwartungen zurückzunehmen, die sie im Frühjahrsgutachten präsentiert hatten. Dabei war bereits vor Monaten die rasante Talfahrt in den Euro-Schuldenstaaten nicht mehr zu übersehen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich die Rezession im Euro-Raum, die der harten Sparpolitik in den Krisenstaaten geschuldet ist, in Deutschland negativ bemerkbar machen musste. Denn Euroland ist der wichtigste Exportmarkt für die heimischen Firmen.

Diese gravierende Fehleinschätzung der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute lässt Zweifel aufkommen im Blick auf den Realitätsgehalt ihrer Prognoseinstrumente. Daher ist um so ärgerlicher, dass die Institute überdies glauben auch in den Chor derer einstimmen zu müssen, die wegen der Rettungsaktionen der Europäischen Zentralbank (EZB) das Inflationsgespenst am Horizont heraufziehen sehen. Dabei steht außer Frage, dass eine verschärfte Teuerung zwingend einen gesamtwirtschaftlichen Boom zur Voraussetzung hat. Doch ein solcher ist nicht einmal mit dem Fernglas zu erahnen. Und wenn, dann müsste die EZB eine Teuerungswelle ohne Leitzinserhöhungen einfach laufen lassen

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