KOMMENTAR: Zu viel für ein Auto

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Autos, Autos, immer nur Autos. Übers Jahr gesehen gibt es jede Menge Automessen, quer über den Globus verteilt. Dass Daimler seine runderneuerte S-Klasse aber nicht auf der Messe in China präsentierte, sondern wenige Wochen später in Hamburg, zeigt: Daimler setzt auf das Deutsche an dem Modell. Nicht der zukunftsträchtige chinesische Markt wird gebauchpinselt. Die Untertürkheimer wollen den Gipfel ihrer Ingenieurskunst hierzulande präsentieren, sich nicht verstecken, sondern stolz mit Tradition, Technik und Luxus werben. Genau so, wie sie sich die Kaufgründe ihrer Kunden vorstellen: Hamburg ist eine der reichsten Städte Deutschlands.

Gleichwohl dürfte Daimler klar sein, dass es immer schwerer wird, Oberklassen-Autos zu verkaufen. In Europa sinkt das Interesse an schweren Limousinen. In Peking werden Zulassungen begrenzt. Die EU peilt neue CO2-Grenzen an. Selbst Modelle wie SUVs knabbern am Erfolg der Dickschiffe.

Während die Nische für die S-Klasse schrumpft, sind die Hoffnungen auf den Modellerfolg stetig gewachsen. Das Auto soll Gewinnwarnung, technische Probleme und interne Querelen des Konzerns vergessen lassen und den Stern zum Strahlen bringen. Etwas viel auf einmal - selbst für große deutsche Ingenieurskunst.

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