KOMMENTAR: Wichtiger Schritt

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Die unvorstellbare Katastrophe in Bangladesch hat den Konsumenten im Westen ein schlechtes Gewissen gemacht. Das legt sich wieder schnell, was nicht zynisch gemeint sein soll: Die Verbraucher im reichen Westen würden das Los der Näherinnen im bitterarmen fernen Osten nicht verbessern, wenn sie die Ware boykottierten - im Gegenteil. Über den Export erreichte Bangladesch eine Entwicklung, die Hunger und allergrößte Not besiegen kann. Das ist die eine, die global-wirtschaftliche Sicht.

Die zweite ist der Hinweis auf die vorrangige Verantwortung der dortigen Politik, unter deren Augen Korruption und illegale Bauten ohne jede Überprüfung möglich sind. Zum Dritten sind jedoch auch die westlichen Textilunternehmen in der Pflicht, für ein Mindestmaß an Sicherheit zu sorgen. Sie können das über den wirkungsvollsten Mechanismus: wirtschaftliche Macht. Bangladesch ist als textile Werkstatt der Welt auf die großen Hersteller aus dem Westen angewiesen.

Das funktioniert aber nur, wenn diese sich einigermaßen einig sind und zusammen auf Bau- und Brandschutzstandards bestehen. Das Sicherheitsabkommen ist daher ein wichtiger Schritt. Weitere sollten folgen, Werkskontrollen unabhängiger Experten etwa. Die EU sollte darauf hinarbeiten. Viel mehr kann sie nicht machen.

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