KOMMENTAR: Wer gut ist, hat weniger Sorgen

|

Manchmal wird die Globalisierung schön anschaulich: Der neue Präsident des nicht unwichtigen Unternehmerverbandes Südwesttextil, Georg Saint-Denis, ist ein Deutscher mit französischem Namen, der eine Unternehmensgruppe leitet, die wiederum Teil des riesigen südkoreanischen Mischkonzerns Hyosung ist.

Die Wirtschaft ist international so verflochten wie nie zuvor. Was banal klingt, wird doch nicht immer in seinen Konsequenzen berücksichtigt. Der steigende Wohlstand der Schwellenländer in Asien etwa hat für die Textilindustrie im Südwesten nicht nur die angenehme Seite, dass sie den Kauf deutscher Autos oder Anzüge anfacht. Wachsender Wohlstand bedeutet auch, dass die Löhne in den früheren Entwicklungsländern steigen; es bedeutet auch Konkurrenz um weltweite Rohstoffe und damit ebenfalls höhere Kosten für hiesige Hersteller.

Und wer sich zunächst darüber freute, dass das Ausland ein großer Markt für deutsche Autos ist, wird künftig vermutlich noch mehr als bisher die deutschen Konzerne im Ausland produzieren sehen. Das war bisher kein Problem und braucht es auch in Zukunft nicht zu sein. Wirtschaft ist global und wettbewerbsintensiv. Wer hier gut ist, hat auch in Zukunft wenig zu befürchten. Wirtschaft ist manchmal ganz einfach.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Stellenabbau: Bittere Pille für Ratiopharm

Der Mutterkonzern Teva streicht weltweit 14.000 Stellen. Es bleibt vorerst offen, inwieweit Ulm betroffen ist. weiter lesen