Kommentar: Tierschutz überfällig

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Christian Schmidt entdeckt den Tierschutz. Gut so, kann man da nur sagen. Eine solche Initiative der Bundesregierung ist schon seit Jahr und Tag überfällig. Man muss dem Bundeslandwirtschaftsminister freilich zu gute halten, dass er dieses Thema nach seiner Berufung im Februar rasch auf seiner politischen Tagesordnung ganz nach oben gerückt hat.

Bislang hat Massentierhaltung in den meisten Fällen nicht viel mit tiergerechten Lebensbedingungen zu tun. Von ernsthaftem Tierschutz kann in Hühner- oder Schweineställen, in denen die Tiere zu Tausenden stehen, erst recht nicht die Rede sein. Wirklich überraschend ist dieser Befund nicht, da die Landwirte unter einem Billig-Billig-Diktat stehen. Ihm huldigt die große Mehrzahl der Verbraucher ebenso, wie die Discounter, die im Lebensmittelmarkt den Ton angeben.

Vor diesem Hintergrund ist es schon verwunderlich, dass der Bayer im Berliner Agrarministerium eine freiwillige Regelung im Auge hat. Unter dieser Perspektive kann er sich die Mühe schenken, die er in eine erfolgreiche Umsetzung stecken muss. Wenn Schmidt wirklich ernsthaft sein Tierschutz-Ziel verfolgen will, muss er schon zu gesetzlichen Vorgaben greifen. Wenn diese effektiv sein sollen, dann müssen sie zumindest mittelfristig EU-weit gelten.

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