KOMMENTAR: Sieg und Blamage

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Den Schwaben wird eine gewisse Sturköpfigkeit nachgesagt. Wenn ihnen etwas nicht einleuchtet, dann machen sie es auch nicht. Daimler scheint davon beseelt zu sein: Das Verhalten des Autobauers im Kältemittelstreit ist von erstaunlicher Hartnäckigkeit, ja sogar Mut geprägt. Man muss es den Untertürkheimern abnehmen, dass sie - zumindest am Anfang - das neue Mittel ablehnten, weil es zu unsicher erschien.

Mittlerweile hat sich das Thema verselbstständigt. Es ist nicht mehr auszumachen, wer warum eine Substanz in den Autoklimaanlagen sehen will. Hat Frankreich Daimler die Zulassung von Modellen verweigert, weil sich Deutschland in Brüssel gegen härtere Richtwerte gestellt hat? Steht Sorge um das Weltklima hinter dem Protegieren des neuen Mittels oder doch nur gute Lobbyarbeit der US-Hersteller?

Egal, für Daimler ist die Entscheidung des französischen Gerichts ein großer Sieg. Das Unternehmen hat sich für die Sicherheit seiner Kunden mit Erfolg eingesetzt.

Dennoch haben sich wohl alle Autobauer bei dem Thema blamiert - auch Daimler. Wenn es stimmt, dass der dritte Weg mit einer umweltfreundlichen Kohlendioxid-Klimaanlage allen bisherigen Lösungen überlegen ist: Warum wurde die Erforschung so viele Jahre verschleppt?

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