Kommentar: Nur beschränkt haltbar

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Wie lange ist Unternehmen Service zuzumuten? Dürfen Millionen Nutzer von Windows XP einfach Kriminellen überlassen werden? Ist es überhaupt statthaft, ein Produkt zu verkaufen, das ein solches Sicherheitsrisiko in sich trägt? Fragen, die nicht einfach zu beantworten sind.

Sicher: Das Auslaufen der Unterstützung von Windows XP hat ein Gschmäckle. Besitzer des betagten Betriebssystems müssen sich neue Software kaufen - natürlich meist von Microsoft. Oder sie greifen zu einem Tablet-PC - auch da steht das Unternehmen schon bereit. So endgültig scheint das Ende von XP auch nicht zu sein: Das Land Niedersachsen kauft sich eine weitere Unterstützung von XP bis zum Jahr 2015. Zudem schaffen Unternehmen anderer Branchen wie Autofirmen auch einen Jahrzehnte dauernden Service - etwa bei ihren Oldtimern.

Aber genau da zeigt sich der Unterschied: Ein allzeit sicheres Betriebssystem lässt sich nicht programmieren, die Unterstützung von Microsoft war kostenlos. Das Anbringen einer neuen Stoßstange kostet dagegen Geld. Wer heute einen modernen Wagen fährt, zahlt für Sicherheitstechnik.

Allerdings sollte Microsoft & Co. künftig wie bei Wurst gleich von vornherein ein Verfallsdatum auf die Verpackung drucken: "Haltbar bis Juli 2016".

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