KOMMENTAR: Nicht jagen lassen

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Unternehmen reden sich fast immer schön. Ist das Ergebnis schlecht, lobt der Vorstandschef den Umsatz. Hat das abgelaufene Geschäftsjahr nicht gehalten, was versprochen wurde, sind ganz sicher die Aussichten glänzend. Bei Siemens ist es diesmal eigentlich umgekehrt. Auf das zweithöchste Ergebnis der Unternehmensgeschichte antwortet der Elektronikkonzern mit einem milliardenschweren Sparprogramm. Sind die Münchner überaktiv oder einfach nur vorsichtig?

Beides. Es stimmt, dass es im Konzern Überkapazitäten bei Trafos gibt, ein teures Solarabenteuer, ein eher trübes Geschäft mit Windkraft, einen starker Auftragseinbruch und die zu große Abhängigkeit von klammen öffentlichen Auftraggebern und viele Probleme mehr.

Es ist aber auch ein Vorstand da, der indirekt und direkt Fehler einräumt. Hauptkonkurrent General Electric ist wieder davon gezogen, obwohl die Amerikaner schon den Atem von Siemens im Nacken spüren mussten. Das Sparprogramm ist also richtig, weil es Konzernschwächen angeht.

Als Reaktion auf zu hoch geschraubte Ziele und durchaus gute Zahlen wirkt es allerdings geradezu brutal. Siemens sollte Probleme ruhig angehen und sich nicht von eigenen oder Analysten-Vorstellungen jagen lassen.

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