Kommentar: Konkurrenz am Schalter

Im Ausbremsen der Konkurrenz hat die Deutsche Bahn einige Erfahrung. Es brauchte längere Anläufe, bis sie auch die Züge von Wettbewerbern auf ihren Fahrplänen und Abfahrtafeln anzeigte. Ob sie diese bei der Vergabe von Fahrtmöglichkeiten auf der Schiene benachteiligt, ist ein ewiger Streitpunkt. Ein Kommentar von Dieter Keller

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Jetzt nimmt das Bundeskartellamt Beschwerden von Wettbewerbern über unfaire Methoden beim Vertrieb von Fahrkarten unter die Lupe. Es geht damit seiner Aufgabe nach, dort für fairen Wettbewerb zu sorgen, wo ein Anbieter wie die Bahn übermächtig ist. Über den Ausgang des Verfahrens ist damit noch nichts gesagt.

Der Knackpunkt ist, ob die Bahn an ihren Schaltern auch die Tickets der Konkurrenten verkaufen muss. Für die wäre das ideal, und doch wäre es etwas zu viel verlangt. Die Deutsche Post muss auch nicht Briefmarken ihrer Wettbewerber anbieten. Allerdings sind eigene Fahrkartenschalter leicht so teuer, dass sie sich ein neuer Anbieter nicht leisten kann. Da muss Abhilfe her, etwa durch günstigere Mieten oder Dienstleister, die Karten sowohl für den Staatskonzern als auch für Wettbewerber verkaufen. Die Bahn sollte großzügiger sein. Das liegt in ihrem eigenen Interesse. Sonst greift schnell die Politik ein, und das könnte ihr viel härtere Auflagen bescheren.

Verfahren gegen die Bahn

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