KOMMENTAR: Jain und Fitschen auf richtigem Kurs

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Die Deutsche Bank und ihre beiden Chefs geben sich standhaft: Am Investmentbanking wollen sie nicht rütteln, obwohl der Druck zur Aufgabe der Sparte nicht nur aus der Politik, sondern auch von Finanzexperten steigt. Die jüngsten Zahlen stärken Jain und Fitschen den Rücken. Gezockt haben sie, soweit bekannt ist, nicht. Aber sie haben sich die Produkte am Kapitalmarkt oder zur Absicherung von Währungs- oder Zinsrisiken gut bezahlen lassen.

Die Erträge im Investmentbanking schwanken stark. Das macht die Sparte schwer berechenbar. Deshalb zieht die UBS die Reißleine. Auch die Deutsche Bank würde damit besser fahren, sagen Analysten, weil die Rendite viel niedriger sei als im klassischen Bankgeschäft. Diese Rechnung mag stimmen. Ob deshalb die Aufgabe der Sparte für die Deutsche Bank eine Option ist, darf bezweifelt werden.

Eine global agierende Bank muss auch am Kapitalmarkt aktiv sein, auch um Mittelständlern bei ihren Aktivitäten im Ausland zur Seite stehen zu können. Jain und Fitschen scheinen erkannt zu haben, dass dies verlässlich und transparent geschehen muss und Zocker in ihrem Haus keinen Platz haben. Wenn sich alle europäischen Banken aus dem Investmentbanking zurückzögen, dürften fast nur noch die Amerikaner das Feld besetzen. Deutsche Konzerne und Mittelständler wären dann allein auf deren Dienste angewiesen. Die Freude darüber hielte sich in Grenzen.

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