KOMMENTAR: Gnadenloses Ausspielen

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Opel hat 8000 von 48 000 Stellen in den letzten Jahren in West-Europa abgebaut. Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke ist längst kein Gestalter mehr, auch wenn er gerne betont, wie viele Milliarden Opel in den nächsten Jahren in neue Modelle stecke. Im Management in Rüsselsheim regiert das Chaos. Die Verlagerung der Produktion des künftigen Astra von 2015 nach England und Polen zeigt: Tradition im Jahr des 150-jährigen Jubiläums von Opel, hochmoderne Werke und bestens geschulte Mitarbeiter im Heimatland des Unternehmens spielen für die US-Konzernmutter GM keine Rolle, ebenso wenig wie eine von Währungsrisiken unabhängige Produktion in der Eurozone.

Über die Köpfe des Aufsichtsrats hinweg wird beschlossen, das wichtigste Opel-Modell jenseits der Grenze zu bauen - allein wegen der Dumpinglöhne, die dort gezahlt werden. Das Werk im britischen Ellesmere Port stand vor dem Aus, jetzt kommt es durch massive Zugeständnisse der Mitarbeiter und das gnadenlose Ausspielen der Standorte gegeneinander wieder ins Spiel.

Die Überlebenschancen für das Bochumer Werk sinken dadurch. Wenn Stracke Rüsselsheim auslasten will, muss er letztlich die Zafira-Produktion ins Stammwerk holen - bis GM die Schrauben weiter anzieht.

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