Kommentar: Der Lohn für gute Nerven

Was für ein Unterschied: Gerade mal ein Jahr ist es her, dass Dieter Zetsche um die Verlängerung seines Vertrags als Daimler-Chef kämpfen musste. Nun sind zumindest die Aktionäre voll des Lobes. Es ist der Dank für gute Nerven. Ein Kommentar von Dieter Keller

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Was für ein Unterschied: Gerade mal ein Jahr ist es her, dass Dieter Zetsche um die Verlängerung seines Vertrags als Daimler-Chef kämpfen musste. Statt weiterer fünf Jahre, wie er gehofft hatte, bekam er nur drei Jahre. Denn der Autobauer war weit hinter die Konkurrenten BMW und Audi zurückgefallen, der Aktienkurs abgestürzt, und Zetsche hatte erhebliche Probleme mit den Vertretern der Mitarbeiter im Aufsichtsrat.

Heute sind zumindest die Aktionäre voll des Lobes. Kein Wunder: Die Verkaufszahlen sind wieder deutlich besser, der Aktienkurs ist um 70 Prozent gestiegen, der Konzern zahlt mit 2,25 Euro pro Aktie eine Rekorddividende, und die Signale sind weiter positiv. Zetsche profitiert davon, dass er auch in schlechten Zeiten durchgehalten und nicht die Nerven verloren hat. Es dauert nun einmal Jahre, bis eine falsche Modellpolitik korrigiert ist.

Schon ist die Rede davon, dass Zetsches Vertrag, der Ende 2016 ausläuft, bis 2018 verlängert werden soll, wenn nicht bis 2020. Das wird der 60-Jährige gerne hören, nicht dagegen Forderungen, er solle sich auf die Konzernleitung konzentrieren und die Führung der Pkw-Sparte abgeben. Er wäre wohl schlecht beraten, schon weil jeder Nachfolger in diesem Amt als Kronzprinz dastünde, der am Stuhl des Konzernchefs sägt.

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