KOMMENTAR: Daumen senkt sich

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Der Daumen bei Facebook senkt sich. Milliarden an Börsenwert sind seit der Aktienausgabe vernichtet. Die galoppierenden Kosten fressen die Einnahmen auf. Aktienbesitzer misstrauen der Entwicklung und verkaufen ihre Papiere. Die Symbiose des Shooting-Stars Facebook und Online-Spieleplattform Zynga scheint zu zerbröseln. Und Chef Mark Zuckerberg? Der hält sich mit Prognosen zur Entwicklung zurück.

Was ist mit Facebook geschehen? Eigentlich nichts. Der Zustrom bei den Mitgliedern geht sogar weiter: Ende Juni hatte Facebook 955 Millionen monatliche Nutzer nach 901 Millionen Ende März - vor einem Jahr waren es erst 739 Millionen. Die wichtigen Werbeeinnahmen stiegen um 28 Prozent. Insgesamt kann Facebook seinen Umsatz in einem Jahr um ein Drittel steigern.

Aber auch die Probleme sind geblieben. So ist die steigende Beliebtheit von Smartphones nach wie vor ein Hindernis: Auf den kleinen Bildschirmen lässt sich kaum Werbung unterbringen. Das Geschäftsmodell wirft weniger ab, als es die Zahl der Benutzer vermuten lässt. Dazu kommt die wachsende Zahl der Mitarbeiter, die sich einen großen Schluck aus der Pulle genehmigen. Kurz: Facebook ist gnadenlos überbewertet und fällt auf das Niveau zurück, was es wert ist.

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