KOMMENTAR: Das kleinste aller Probleme

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Bedroht die Euro-Krise den Bestand der gemeinsamen Währung? Ja, wenn die Politik keine Wege findet, sie zu lösen. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Wege gefunden werden, erscheint immer noch viel größer als der Zusammenbruch eines Jahrhundert-Werks wie der europäischen Einigung. Aber ganz ausgeschlossen ist in Politik und Wirtschaft nie etwas.

Wäre Deutschland als Hauptgarantiegeber und Hauptstütze der Rettungsschirme betroffen, sollte sich die Krise ausweiten? Natürlich, das liegt in der Natur der Haftung, welche die Kreditgeber eingehen. Ist Deutschlands Bonität also in Zukunft eher geschwächt als gestärkt? Natürlich eher geschwächt, so lange die Krise nicht gelöst ist.

Genau dies bringt Moodys jetzt zum Ausdruck. Hat eine solche Abstufung in der aktuellen Situation für Deutschland und die Euro-Krise eine weitergehende Konsequenz? Nein, sie dürfte folgenlos verhallen. Denn steigende Zinsen für Staatsanleihen sind für Spanien oder Italiens dramatisch, für Deutschland aber das kleinste aller Probleme.

Der deutsche Staat zahlt im Moment für neue Schulden keine Zinsen. Auch nach einer Abstufung würde sich daran zunächst wenig ändern. Deutschland bleibt besonders kreditwürdig. Wäre es anders, stünde es tatsächlich schlimm um den Euro.

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