KOMMENTAR: Buchhandel im Umbruch

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Shades of Grey" entsetzt die meisten Kritiker. Doch vor allem Leserinnen lieben die Sado-Maso-Romane von E.L. James. Mehr als 50 Mio. Exemplare der Trilogie wurden weltweit verkauft. Am Anfang stand die extreme Liebesgeschichte im Internet zu lesen. Von dort wanderte sie aufs E-Book, um schließlich in gedruckter Form in die Buchläden zu erobern: Die Bertelsmann-Tochter Random House kaufte die Rechte.

Diese Geschichte zeigt, warum Random House und der Verleger von Klassik-Taschenbüchern Penguin Group künftig den weltgrößten Publikumsverlag bilden. Romane werden immer öfter online gekauft - oder illegal heruntergeladen - und per Post nach Hause bestellt oder auf Lesegeräten gelesen. Kleine Buchläden verschwinden, große Ketten verkleinern ihre Verkaufsfläche und bieten zunehmend andere Produkte als Bücher an. Amazon verleiht E-Books. Kurz: Die Buchbranche befindet sich in einer beispiellosen Umbruchphase.

Da ist ein Zusammenschluss zum Penguin Random House naheliegend. Die Verlagsbranche ist zu kleinteilig. Nur gemeinsam lässt sich mit digitalen Leseformen global Geld verdienen. Und das hoffentlich schnell: So rasch wie "Shades of Grey" wurde noch nie eine Romanreihe in die Bestsellerlisten gepeitscht.

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