KOMMENTAR: Branche im Dilemma

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Wann waren Sie das letzte Mal in Ihrer Bank- oder Sparkassenfiliale? Und nicht nur am Geldautomaten oder am Kontoauszugsdrucker. In der letzten Woche? Im vergangenen Monat? Oder überhaupt schon einmal in diesem Jahr? Nicht wenige Bundesbürger werden 2012 "ihre" Filiale noch nicht betreten haben, um einen der Mitarbeiter um eine Dienstleistung zu bitten.

Dies ist nur ein Dilemma, in dem die Banken stecken. Ein weiteres ist die aufgrund der flauen Konjunktur fehlende Kreditnachfrage und die Unlust der Deutschen, Wertpapiere zu kaufen oder der Unternehmen, den Sprung auf das Börsenparkett zu wagen. Wirklich kostenpflichtige und damit für die Banken lukrative Dienstleistungen sind derzeit kaum gefragt. Dies gilt auch für den Mittelstand, um den sich alle Institute als Zielgruppen reißen. Nicht die Banken diktieren die Konditionen, es sind eher die Unternehmen.

Das Geschäft der Geldhäuser ist und bleibt schwierig, auch wegen eigener Versäumnisse. Und die Konkurrenz ist heftig. Deutschland gilt nach wie vor als "overbanked". Die wichtigsten Stellschrauben bei den Instituten bleiben Effizienz und Kosten. Die Aussichten für die Mitarbeiter der Banken sind so gesehen wenig rosig. Dies gilt längst nicht nur für jene bei Deutscher Bank oder Commerzbank.

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