KOMMENTAR: Abwiegeln statt Transparenz

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Was sich hinter den Fassaden der Frankfurter Banken, vor allem der Investmentbanken, alles abspielt, bleibt in vielen Bereichen immer noch im Dunkeln. Obwohl die Institute verschärften Regeln unterliegen, obwohl sie für mehr Transparenz sorgen wollen, um so wieder einen Teil des in der Krise verlorengegangenen Vertrauens zurückzugewinnen.

Wer tieferen Einblick nehmen will, stößt schnell an Grenzen: Ein Gespräch mit einem Hochfrequenzhändler wird abgewiegelt. Obwohl es davon in den Banken Hunderte gibt. Auf Fragen nach Praktikanten im Investmentbanking gibt es nur allgemeine Antworten, verbunden mit der Bitte, nichts zu zitieren und den Namen des Instituts nicht zu nennen. Hält man sich etwa nicht an die Gesetze? Werden junge Leute ausgenutzt? Sind Hochfrequenzhändler doch nur Zocker, die der Bank bestenfalls hohe Gewinne bescheren, schlimmstenfalls aber auf die Hilfe der Steuerzahler hoffen, um den Schaden aufzufangen?

Der Tod des Praktikanten bei einer Investmentbank in London oder jüngst die Pannen bei Goldman Sachs mit irrtümlichen Aufträgen im Optionsscheinhandel sollten deutsche Institute wachrütteln. Läuft alles richtig, dann muss man nicht mauern. Alles andere wirft Fragen auf und trägt nicht zur Vertrauensbildung bei.

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